#MehrZeitfürWesentliches

Ogilvy und die Deutsche Bahn sagen der Bildschirm-Zeit den Kampf an

Ogilvy und die Deutsche Bahn appellieren dazu, weniger Zeit vorm Screen zu verbringen
© Deutsche Bahn
Ogilvy und die Deutsche Bahn appellieren dazu, weniger Zeit vorm Screen zu verbringen
Dass die Deutsche Bahn ein Unternehmen ist, das in seiner Werbung gerne Haltung zeigt und sich an gesellschaftlichen Debatten beteiligt, hat es gemeinsam mit Stammagentur Ogilvy & Mather zuletzt mit seiner "ToleranzZeit"-Kampagne bewiesen. Jetzt legt das Gespann ein neue Digitalkampagne unter dem Motto #MehrZeitfürWesentliches vor - und appelliert an die Menschen, weniger Zeit vor TV- und Smartphone-Bildschirm zu verbringen.
Die digitale Haltungskampagne, wie die Bahn den Auftritt selbst bezeichnet, basiert auf der Maxime, sich im Leben mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge zu nehmen, anstatt Tage vor den Screens zu vergeuden. Dazu zeigt Ogilvy in dem ersten von drei Kampagnenfilmen Bilder von schönen Landschaften, beeindruckenden Sehenswürdigkeiten und schönen Erlebnissen. Jede Einstellung ist dabei jedoch mit einer Texteinblendung verknüpft, die dem Gezeigten widerspricht. So heißt es: "Das ist kein Berg. Das ist nicht Berlin. Das ist kein Kuss" - obwohl man genau diese Dinge sieht. Am Ende hält die Bahn die Auflösung bereit: "Das ist nur ein Bild auf einem Screen."


"Im Schnitt liegt die Bildschirmzeit in Deutschland bei achteinhalb Stunden und wir sind sechs Stunden online", sagt Peter Römmelt, Executive Creative Director bei Ogilvy. "Verlieren wir nicht den Blick für die echten Dinge?" Die neue Bahn-Kampagne soll dabei einen wichtigen Denkanstoß geben. Michael Peterson, Marketingvorstand DB Fernverkehr, betont, dass das Unternehmen mit dem aktuellen und den beiden noch geplanten Filmen bewusst Haltung zeigen will: "Wir sehen uns als Teil der Gesellschaft und möchten uns als solcher auch an Diskussionen zu relevanten Themen beteiligen. Der angemessene Umgang mit digitalen Medien ist ein Thema, das wir wichtig finden."

Die Deutsche Bahn will aber nicht nur eine gesellschaftliche Diskussion anregen. Im Zuge der Kampagne plant der Konzern eine Kooperation mit mehreren Jugendorganisationen, entsprechende Gespräche laufen derzeit. Die Bahn will die Einrichtungen dabei unterstützen, ein möglichst abwechslungsreiches und unterhaltsames Freizeitprogramm für junge Menschen zu ermöglichen - zum Beispiel durch die Bereitstellung mehrerer hundert Freifahrten.


Der Auftritt ist ab dieser Woche in den digitalen Kanälen der Deutschen Bahn sowie in Social Media zu sehen. Weitere Maßnahmen unter dem Motto #MehrZeitfürWesentliches sollen im Laufe des Jahres folgen. Bei Ogilvy zeichnen Peter Römmelt (Executive Creative Director), Simon Oppmann (Creative Director), Roland Stauber (Client Service Director), Florian Bader (Account Executive) sowie Julia Stärkel (Head of TV) verantwortlich. tt
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