MC Group, Fischer-Appelt, Ketchum & Co

Das sind die 10 größten PR-Agenturen Deutschlands

Liegt mit seiner Agentur vorn: MC-Group-Chef Harald Zulauf
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Liegt mit seiner Agentur vorn: MC-Group-Chef Harald Zulauf
Die deutschen PR-Agenturen haben sich im vorigen Jahr besser entwickelt als die Anbieter aus der benachbarten Disziplin Werbung. Im Schnitt konnten die auf Presse- und Öffentlichkeitsarbeit spezialisierten Firmen ihren Honorarumsatz 2017 um fast 8 Prozent steigern. Das geht aus dem aktuellen Ranking für die PR-Agenturen hervor, das Gerhard Pfeffer, Herausgeber des Portals PR-Journal, erhoben hat. Zum Vergleich: Laut Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA konnten die Werbeagenturen im vergangenen Jahr nur um ein Prozent zulegen.
An der Spitze des PR-Rankings steht wie in den vergangenen Jahren die Berliner MC Group (früher: Media Consulta). Sie legt beim Honorarumsatz allerdings nur um rund ein Prozent auf 57,2 Millionen Euro zu. Wesentlich besser lief es für die Nummer 2 Fischer-Appelt, die dem Marktführer immer weiter auf den Pelz rückt. Weil Fischer-Appelt seinen Umsatz um 10 Prozent erhöhen konnte, beträgt der Abstand nach ganz oben jetzt nur noch etwas mehr als 2 Millionen Euro.

Die größten PR-Agenturen in Deutschland

RangAgenturHonorar 2017 in Mio. €Veränd. in %Mitarbeiter 2017
1MC Group57,21,1332
2Fischer-Appelt54,910,1448
3Ketchum 1)46,36-5,3380
4Edelman Ergo29,93-3,1316
5Oliver Schrott28,2612,5241
6Serviceplan Content Group21,2322,6151
7Weber-Shandwick 1)18,136,9145
8Achtung *17,5817,8158
9Faktor 316,47,2202
10Ressourcenmangel15,2247,7163
Quelle: PR-Journal / Gerhard Pfeffer (* Testat liegt vor, 1) Schätzung bzw. Hochrechnung durch Gerhard Pfeffer)
Noch stärker wachsen konnten in den Top 10 die Agenturen Oliver Schrott, Serviceplan Content Group und Achtung (siehe Chart). Erstmals mit dabei und auf Anhieb unter den zehn größten PR-Agenturen landet die Hirschen-Tochter Ressourcenmangel. Sie steigerte den Umsatz im Vergleich zu 2016 um satte 47,7 Prozent auf 15,2 Millionen Euro.

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Auf kein gutes Jahr blickt der frühere Marktführer (bis 2011) Ketchum zurück. Die BBDO-Tochter verliert mehr als 5 Prozent ihrer Umsätze und kommt aktuell auf ein Honorarvolumen von 46,4 Millionen Euro. Ebenfalls nicht sonderlich erfolgreich war die Agentur Edelman Ergo mit einem Umsatzminus von 3 Prozent.

Dass es bei Networks auch besser laufen kann, zeigt die Entwicklung von Weber-Shandwick und Fleishman-Hillard. Sie legten um 7 beziehungsweise 14 Prozent zu. mam


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