Kurz nach Etatvergabe

Otto setzt Wavemaker schon wieder vor die Tür

Die Zentrale der Otto Group in Hamburg
Otto Group
Die Zentrale der Otto Group in Hamburg
Paukenschlag kurz vor Ostern: Otto hat sich von der erst kürzlich verpflichteten Mediaagentur Wavemaker schon wieder getrennt. Die GroupM-Tochter verliert damit sowohl die Stammmarke Otto als auch den Modeversender Bonprix. Zu den Gründen für die Trennung macht das Unternehmen keine Angaben.
"Wir können bestätigen, dass wir gemeinsam entschieden haben, die Geschäftsbeziehung nicht fortzuführen", wie ein Otto-Sprecher gegenüber HORIZONT Online erklärt. Weiter will sich das Unternehmen nicht äußern. So ist derzeit noch unklar, wie weit Otto bei der Suche nach einer Nachfolger-Agentur ist und welche Unternehmen dabei angesprochen werden. Von Wavemaker gibt es kein offizielles Statement.

Eine Trennung nach derart kurzer Zeit ist ausgesprochen ungewöhnlich. Otto hatte Wavemaker erst im vergangenen Herbst zur Mediaagentur für die Stammmarke und die Mode-Tochter Bonprix gekürt. Das Auftragsvolumen soll im mehrstelligen Millionen-Bereich liegen.

Nach Informationen von HORIZONT Online soll es bereits kurz nach der Etatvergabe zu atmosphärischen Spannungen zwischen den Unternehmen und der Agentur gekommen sein. Unklar ist, ob der Kunde mit der Performance der Agentur nicht zufrieden war. Wie zu hören ist, hängt die Entscheidung zur Trennung jedoch nicht mit dem Chefwechsel bei Wavemaker zusammen. Erst kürzlich hatte die Group-M-Tochter bekannt gegeben, dass Matthias Brüll Sebastian Hupf als Deutschlandchef von Wavemaker ablöst.

Nach dem Verlust des L’Oréal-Etats muss Wavemaker Deutschland damit bereits den nächsten großen Schlag ins Kontor hinnehmen. Wavemaker war zu Beginn des Jahres aus der Zusammenlegung der Agenturen MEC und Maxus hervorgegangen. ire

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