Kooperation

DDB und Interbrand wollen enger zusammenrücken

DDB-Manager Christoph Pietsch und ...
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DDB-Manager Christoph Pietsch und ...
Die Werbeagentur DDB und die Designagentur Interbrand wollen ihre Kooperation im deutschen Markt intensivieren. Wie die beiden Omnicom-Töchter in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, sollen die jeweiligen Kompetenzen systematischer als bislang zusammengeführt und sowohl bestehenden als auch neuen Kunden angeboten werden. Ein Joint Venture oder gar eine Fusion der beiden Marken mit einem gemeinsamen Management ist nicht geplant.
Neben der Ausgestaltung gemeinsamer Prozesse und Tools sowie der Entwicklung und Stärkung der digitalen Produktpalette in Bereichen wie User Experience, Brand Activiation und Service Design wollen die beiden Partner gemeinsam neue Geschäftsfelder angehen. Die Zusammenarbeit ist standortübergreifend angelegt und soll je nach Auftrag individuell umgesetzt werden. Die Kreativagentur DDB ist an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Wolfsburg präsent. Die Markenberatung Interbrand hat ihren Sitz in Köln, ist über die Kooperation mit DDB inzwischen aber auch wieder in Berlin vertreten.


... Interbrand-Chef Simon Thun machen gemeinsame Sache
© Interbrand
... Interbrand-Chef Simon Thun machen gemeinsame Sache
"Mit dem neuen Angebot optimieren und ergänzen wir nicht nur unser Service-Portfolio, sondern unterstreichen den Anspruch, unsere Marktpartner möglichst umfassend zu unterstützen", sagt Christoph Pietsch, Chief Marketing Oficcer von DDB Germany. Anders als Wettbewerber wie BBDO, Grey und Publicis, die in ihrer Gruppe Branding- und Designableger wie Peter Schmidt Group, KW43 und Meta Design haben, fehlt bei DDB bislang ein eigenständiges Angebot für diesen Bereich. Durch die engere Kooperation mit der Schwesteragentur Interbrand soll diese Lücke geschlossen werden.

Auf der anderen Seite dürfte sich Interbrand durch die Kooperation mit DDB seinerseits Impulse für das Geschäft erwarten. Die Agentur musste lange mit den Folgen des 2014 verloren gegangenen Etats des Großkunden Deutsche Telekom kämpfen. In besagtem Geschäftsjahr brach das Umsatzvolumen um rund 25 Prozent auf 8,5 Millionen Euro ein. Für 2015 (aktuellere Zahlen liegen nicht vor) meldet die Agentur 43 Mitarbeiter und noch einmal einen Umsatzrückgang von 16 Prozent auf 7,1 Millionen Euro. An der Spitze von Interbrand steht seit Anfang des Jahres der frühere Saatchi-Manager Simon Thun. "Mit DDB an unserer Seite können wir nun noch besser von Anfang an die besten Personen und Ideen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Marketingkommunikation an den Tisch bringen", sagt Thun. mam
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