Jung von Matt-Kampagne

Wie Spotify gezielt Studierende anspricht

So spricht Spotify Studierende an
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So spricht Spotify Studierende an
Jung von Matt/Spree hat für Spotify eine Kampagne entwickelt, mit der Studierende zum Abschluss eines Premium-Abos bei dem Musikstreamingdienst bewegt werden sollen. Der Auftritt ist in mehreren europäischen Ländern zu sehen.
Die insgesamt zwölf Motive arbeiten mit humorvollen Headlines wie "Geschmackvoller als alles in der Mensa: Dein Mix der Woche" und sollen der Zielgruppe erklären, was Spotify ihr alles bieten kann - zum Beispiel personalisierte Playlists, eine datensparende Downloadfunktion oder fehlende Werbeunterbrechungen. Über all dem thront der Preis von Studierenden-freundlichen 4,99 Euro im Monat.

Spotify: Die Motive für die Studierenden-Tarife


Die Slogans begegnen Studierenden an großen Uni-Standorten in Deutschland, Frankreich und der Türkei. Außerdem belegt Spotify zielgruppenrelevante Websites und Social-Media-Kanäle. "Schöne Wahrheiten und Insights aus dem Studentenleben mit einer gehörigen Portion Ironie – so zeigt Spotify, dass es trotz des enormen Wachstums nichts von der Coolness und Nahbarkeit der Anfangstage verloren hat", sagt Till Eckel, Geschäftsführer Kreation bei Jung von Matt/Spree. Die Agentur arbeitet auf Projektbasis für den Kunden.


Spotify, seit Anfang April an der Börse, hat 75 Millionen Abo-Kunden und insgesamt 170 Millionen monatlich aktive Nutzer. Zwar konnte das schwedische Unternehmen damit fünf Millionen neue zahlende Kunden hinzugewinnen. Jedoch zeigt sich hier auch die Krux der von Jung von Matt beworbenen Studenten-Tarife: Weil diese, ebenso wie Familientarife, sehr populär sind, bleibt unter dem Strich bei Spotify weniger Geld hängen.

So stieg der Umsatz im ersten Quartal im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro. 
Die Abo-Gebühren machen dabei mit 1,04 Milliarden Euro nach wie vor den Löwenanteil des Geschäfts aus.  Der durchschnittliche Erlös pro Nutzer sank jedoch um 14 Prozent. Der Fehlbetrag stieg sogar von 169 auf 173 Millionen Euro.


Im weltweiten Musikstreaming-Geschäft ist Spotify die Nummer 1. Apple folgt mit zuletzt rund 40 Millionen Abo-Kunden auf Rang zwei. ire

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