Jung von Matt

In Berlin nur noch mit einem Ableger?

Was planen die JvM/Havel-Geschäftsführer David Mously (l.) und Jan Harbeck?
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Was planen die JvM/Havel-Geschäftsführer David Mously (l.) und Jan Harbeck?
Das erst im November 2016 gegründete zweite Berliner Büro der Agenturgruppe Jung von Matt wird offenbar nicht in der bisherigen Form weitergeführt. Nach Informationen von HORIZONT gibt es Pläne für eine Integration des Geschäfts von JvM/Havel in die wesentlich größere Hauptstadt-Niederlassung JvM/Spree.
Vorstand Peter Figge dementiert, dass man bereits einen entsprechenden Beschluss gefasst habe. Allerdings räumt er ein, dass man sich derzeit mit diesem Thema beschäftige. Eine Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen. Dann dürfte sich auch klären, was aus den Havel-Geschäftsführern Jan Harbeck und David Mously wird. Dass sie eine mögliche Integration bei JvM/Spree mitmachen, gilt als relativ unwahrscheinlich. Insider gehen davon aus, dass die beiden die Agentur verlassen werden.



Harbeck und Mously waren vor ihrem Wechsel zu BBDO im Jahr 2010 schon einmal für das Berliner Hauptbüro von Jung von Matt tätig. Nach ihrer Rückkehr wollten sie allerdings nicht wieder dort andocken, sondern etwas Eigenes bauen. Der ursprüngliche Plan sah vor, die renommierten Kreativen auch für Opel einzusetzen. Dazu kam es aber nicht. Der Etat des Rüsselsheimer Autobauers wurde, anders als von vielen Beobachtern erwartet, nicht gewonnen.

Die Agentur JvM/Havel kümmerte sich dann vor allem um den Kunden CDU und dessen Kampagne zur Bundestagswahl. Weitere Kunden, die dieses Büro betreut, sind Invia (Fluege.de) und Axel Springer (Fußball Bild), außerdem Projekte für Hyundai. Das Neugeschäft hat sich aber offenbar nicht so entwickelt, wie von den Verantwortlichen erhofft – und wie für ein eigenes Büro erforderlich –, auch wenn zuletzt wohl ein größerer Etat gewonnen werden konnte. Pate für das Berliner Geschäft im Gruppenvorstand war Thomas Strerath. Er wird die Agentur jedoch, wie bekannt, spätestens Ende August 2018 verlassen.


Unterdessen blickt Jung von Matt auf ein gutes Geschäftsjahr 2017 zurück. Die Agentur konnte den Honorarumsatz um rund 8 Prozent auf etwa 76 Millionen Euro steigern. Ein Treiber war der Ausbau der Zusammenarbeit mit BMW. mam
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