Jahresbilanz Kolle Rebbe muss Umsatzrückgang verkraften

Mittwoch, 14. März 2018
Die KR-Geschäftsführer Lennart Wittgen (hinten li.), Kai Müller (hinten Mitte), Andreas Winter-Buerke (hinten re.), Stefan Wübbe (vorne li.), Ralph Poser (vorne Mitte), Fabian Frese (vorne rechts)
Die KR-Geschäftsführer Lennart Wittgen (hinten li.), Kai Müller (hinten Mitte), Andreas Winter-Buerke (hinten re.), Stefan Wübbe (vorne li.), Ralph Poser (vorne Mitte), Fabian Frese (vorne rechts)
© Kolle Rebbe

Nach dem Rekordjahr 2016 hat Kolle Rebbe im vergangenen Jahr wieder etwas kleinere Brötchen gebacken. Beim Gross Income meldet die Kreativagentur ein Minus in Höhe von 6,9 Prozent auf knapp 32,5 Millionen Euro. Aus Sicht der Hamburger verlief das Jahr 2017 dennoch "mehr als zufriedenstellend". Der Umsatz sei der zweithöchste seit Bestehen der Agentur. 

Etwas freundlicher sehen die Zahlen aus, wenn man sich die Netto-Erlöse anschaut, die anders als das Gross Income ausschließlich die Umsätze aus dem operativen Geschäft berücksichtigen. Hier liegt das Minus bei 2,7 Prozent. Damit sieht sich Kolle Rebbe "auf Vorjahresniveau". Aktuell sind bei Kolle Rebbe etwa 280 Mitarbeiter beschäftigt, die Kunden wie Lufthansa, O2, Netflix, Ritter Sport, Krombacher, Audi und HypoVereinsbank betreuen. 

"Wir haben 2017 keinen Kunden verloren. Mit Marken wie Auping, heycar, Cremesso und Apple Music, deren Etats erst in 2018 erlöswirksam werden, konnte das Kundenportfolio sogar weiter ausgebaut werden. Die aktuelle Auftragslage ist stabil und wir können für 2018 mehr als optimistisch in die Zukunft blicken", kommentiert Kai Müller, Geschäftsführer Finanzen, die Zahlen. 

Das vergangene Jahr war für Kolle Rebbe mehr als schwierig. Der plötzliche Tod von Agenturgründer Stefan Kolle schockte im September die gesamte Werbebranche. Für die verbleibenden Geschäftsführer sei es erst einmal darum gegangen, das bestehende Geschäft zu sichern und das Unternehmen weiter auf Erfolgskurs zu halten, teilt die Agentur mit. Parallel wurde auch in neue Aktivitäten wie etwa in Honey, das Joint Venture von Territory und Kolle Rebbe, und in die "Kolle Rebbe Studios" investiert. Unter dem Strich ist man in Hamburg zufrieden. "Das partnergeführte Agenturmodell greift. Sechs geschäftsführende Gesellschafter und weitere fünf Partner sind in der Führung der Agentur fest verankert", bilanziert Beratungs-Geschäftsführer Andreas Winter-Buerke. mas

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