Handball-Kampagne

Wie Nordpol die Schwalbenkönige beim Fußball auf die Schippe nimmt

Nordpol inszeniert den Handball als Gegenpol zur deutschen Lieblingssportart Fußball
Nordpol
Nordpol inszeniert den Handball als Gegenpol zur deutschen Lieblingssportart Fußball
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Einen günstigeren Moment, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die eigene Sportart zu lenken, kann es für den deutschen Handball kaum geben. Derzeit läuft in Frankreich die Weltmeisterschaft, das Gezerre um die Übertragungsrechte ist beendet und die deutsche Mannschaft erfolgreich in das Turnier gestartet. Das nutzen die Macher von "Handball – Es lebe der Sport" für den Start der zweiten Phase des Imageauftritts.
Hinter der von der Agentur Nordpol erstmals Mitte 2016 vorgestellten Kampagne stehen der Deutsche Handballbund, die Handball-Bundesligen der Männer und Frauen sowie alle dort spielenden Clubs. Der aktuelle Flight umfasst Onlinemaßnahmen, Social Media, Print, Außenwerbung und Bewegtbild. Langfristig wollen die Verantwortlichen mit der Gattungswerbung auf die Weltmeisterschaft 2019 hinführen, die parallel in Deutschland und Dänemark stattfindet.

"Handball - Es lebe der Spot": Die neuen Motive von Nordpol


Die Grundidee der Kampagne ist, Handball als bodenständige Alternative zum überhitzten Fußballgeschäft, aber auch zu elitären Sportarten wie Polo und Golf zu inszenieren. So arbeiten die einzelnen Motive mit Schlagzeilen wie "Wenn Fußball König ist, sind wir Demokratie" und "Sport mit Gehalt statt absurder Gehälter". Im Commercial gipfelt diese Mechanik in der Aussage über Handball: "Der Sport für alle, die sich für Sport interessieren." Dabei scheut sich die Agentur nicht, andere Disziplinen zu attackieren. "Handball ist so ähnlich wie ein kleiner Bruder – nicht stärker, aber frecher und vielleicht auch etwas schlauer", sagt der Sebastian Behrendt, Kreativdirektor bei Nordpol, zur Art der Inszenierung. Dass inzwischen auch im Handball - vor allem in der Herren-Bundesliga - ordentlich Geld verdient wird und man es nicht mehr mit Amateur-Idylle zu tun hat, kann der Botschaft nichts anhaben, findet der Agenturmann. "Wir sehen uns nicht als Moralapostel, sondern wollen Handball als authentische und anfassbare Sportart zeigen." mam



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