Geplante Übernahme

Software-Haus Censhare will Kontrast kaufen

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Kontrast-Chef Joachim Fischer will seine Agentur an Censhare verkaufen
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Kontrast-Chef Joachim Fischer will seine Agentur an Censhare verkaufen
Dass Technologieanbieter ihr Angebot im Bereich Marketing und Werbung ausbauen, lässt sich schon länger beobachten. Zuletzt waren es vor allem IT-Beratungshäuser wie Accenture, Deloitte und IBM, die hier aufgerüstet haben - nicht zuletzt durch Übernahmen. Jetzt zieht mit Censhare ein klassisches Software-Haus nach. Das Münchner Unternehmen will die Düsseldorfer Agentur Kontrast Communication Services übernehmen. Das geht aus einer Anmeldung beim Bundeskartellamt hervor.
Details des geplanten Deals sind nicht bekannt. Ein Sprecher von Censhare erklärt, dass man in 14 Tagen mehr zum Thema sagen könne. Von Kontrast war bislang keine Stellungnahme zu erhalten. Censhare hat seinen Stammsitz in München und ist darüber hinaus in Großbritannien, den USA, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und in Indien vertreten. Das Unternehmen wurde 2001 gegründet und hat sich auf die Entwicklung von Content-Management-Systemen und Marketing Cloud Services spezialisiert. Zu den Kunden gehören Deutsche Bank, Jaguar und McDonald's. An Censhare ist die Mediengruppe DuMont beteiligt.



Kontrast wiederum beschäftigt nach eigenen Angaben rund 150 Mitarbeiter. An der Spitze steht CEO Joachim Fischer. Zudem gehört die frühere Y&R- und Gramm-Managerin Anja Grote-Lutter der Geschäftsführung an. Im Geschäftsjahr 2016 (aktuellere Zahlen liegen nicht vor) erzielte die Agentur ein Gross Income von 10,6 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als Grund nennt die Agentur fallende Umsätze mit dem Kunden Vodafone. Auch das Ergebnis hat sich verschlechtert: 2016 fiel ein Verlust von mehr als 220.000 Euro an. mam
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