Fischer Appelt Gruppe

Fork geht wieder nach Berlin

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Das Führungsteam von Fork Unstable Media um Franziska von Lewinski
© Fischer-Appelt
Das Führungsteam von Fork Unstable Media um Franziska von Lewinski
Bei der Digitalagentur Fork Unstable Media stehen die Zeichen auf Ausbau. Die Fischer-Appelt-Tochter, aktuell in Hamburg und Köln vertreten, eröffnet ein Büro in Berlin. In der Hauptstadt war die Agentur schon einmal bis 2013 präsent. Die Leitung des Teams, das zum Start eine Handvoll Mitarbeiter zählt, übernimmt Kai Ebert zusätzlich zu seinen Aufgaben als Standortchef in Hamburg.
Fork ist zuletzt stark gewachsen. Laut Auskunft von Geschäftsführerin Franziska von Lewinski, die als Mitglied im Vorstand von Fischer-Appelt die digitalen Aktivitäten der Gruppe verantwortet, hat die Agentur ihren Umsatz 2016 mehr als verdoppelt. Dieses Jahr kommt ein Plus von 20 Prozent hinzu. Konkrete Zahlen nennt von Lewinski nicht, aber zieht man die Faustregel für den Pro-Kopf-Umsatz heran, dürfte Fork mit seinen rund 90 Mitarbeitern ein Honorarvolumen zwischen 8 und 10 Millionen Euro erzielen. Zu den wichtigen Kunden gehören Hilti, Toom, Merck und Congstar.



Perspektivisch soll die Digitalagentur an allen anderen Standorten von Fischer-Appelt etabliert werden, auch im Ausland, wo man aktuell in Doha, Katar und New York vertreten ist. "Die Marke Fork funktioniert auch international", ist von Lewinski überzeugt. "Wir positionieren uns als unabhängige digitale Kreativagentur. Davon gibt es immer weniger", so die 45-Jährige.Sie führt die Firma zusammen mit Kreativgeschäftsführer Roman Hilmer. Den Kölner Standort leitet Sascha Zimmer. Er wurde vor kurzem zum Prokuristen befördert.

Angst davor, von neuen Wettbewerbern aus dem IT-Sektor wie Accenture, Deloitte und IBM an die Wand gedrückt zu werden, hat Agenturchefin von Lewinski nicht – und verweist auf die Bedeutung kreativer Kompetenz. "Vielen Anbietern fehlt die Magie in der Kreation. Wenn die User Experience nicht stimmt, helfen die besten Prozesse nichts." Diese Einsicht haben inzwischen allerdings auch die großen IT-Beratungen gewonnen. Sie verstärken sich gezielt in den Bereichen User Experience und Kreation. Das zeigt sich unter anderem an der Übernahme von Sinner Schrader durch Accenture. mam
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