Debatte um #KeinGeldFürRechts

GWA verurteilt Angriffe auf Scholz & Friends

Stellt sich hinter Scholz & Friends: GWA-Chef Wolf Ingomar Faecks
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Stellt sich hinter Scholz & Friends: GWA-Chef Wolf Ingomar Faecks
In der hitzigen Debatte um die von Gerald Hensel initiierte Aktion #KeinGeldFürRechts meldet sich nun auch der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA zu Wort. Dass inzwischen auch Scholz & Friends, bis gestern Arbeitgeber Hensels, in die Schusslinie geraten ist, ist aus Sicht von GWA-Präsident Wolf-Ingomar Faecks nicht nachvollziehbar. In einer offiziellen Stellungnahme des GWA ruft Faecks alle Beteiligten zur Mäßigung auf.

In dem Statement stellt sich der GWA klar hinter Scholz & Friends. "Wir verurteilen schärfstens, dass eine Agentur für eine Aktion in Sippenhaft genommen wird, die nach übereinstimmenden Aussagen von einem ihrer Mitarbeiter privat und somit losgelöst von der Agentur initiiert wurde", sagt Faecks. Ein kritischer Diskurs beteiligter Instanzen dürfe sich nicht zu Drohungen gegenüber eigentlich unbeteiligten Parteien entwickeln, so Faecks weiter. 



Auslöser der Turbulenzen war die Aktion #KeinGeldFürRechts, die Hensel gestartet hatte und in Folge derer nicht nur er selbst, sondern auch sein Arbeitgeber in einen veritablen Shitstorm gerieten. Gestern zog Hensel wie berichtet die Konsequenzen und reichte seine Kündigung ein. Die kontroverse Debatte in den sozialen Medien geht allerdings unvermindert weiter. Aus Sicht von Faecks ist die Diskussion mittlerweile "komplett entgleist" und zielt in die falsche Richtung. "Der Agentur beispielsweise ernsthaft Antisemitismus vorzuwerfen ist verleumdend und nicht nachvollziehbar", sagt Faecks. 

Laut GWA wird das Verbandsmitglied Scholz & Friends auch aktuell noch massiv unsachlich angegriffen. Zudem werde ein Boykott-Aufruf gegenüber Medien unterstellt, "den es so nicht gab". Auch werde "die Unterdrückung der Meinungsfreiheit unterstellt". Zudem würden die Kunden von Scholz & Friends "systematisch zur Aufkündigung ihrer Geschäftsbeziehungen aufgefordert". Nicht zuletzt werde Scholz & Friends "massiv mit Boykottaufrufen bedroht, sogar Morddrohungen wurden gegenüber den Mitarbeitern der Agentur schon ausgesprochen", heißt es in einer Mitteilung des GWA. 


„Wenn an die Stelle kritischer Diskurse der Beteiligten massive Drohungen gegenüber eigentlich Unbeteiligten treten, ist das eine äußerst gefährliche, falsche und nicht mehr nachvollziehbare Entwicklung, unabhängig davon, was man von der eigentlichen Aktion hält. Wir fordern alle Beteiligten zur Mäßigung auf und wünschen uns einen kritischen Dialog, der mit vernünftigen Mitteln geführt wird“, plädiert Faecks. mas

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