DWA-Förderpreis

Warum der Regie-Nachwuchs auf eine rosige Zukunft des deutschen Werbefilms hoffen lässt

Erstmals wurden beim DWA-Förderpreis gleich zwei Gewinner gekürt
© Deutsche Werbefilmakademie/Facebook
Erstmals wurden beim DWA-Förderpreis gleich zwei Gewinner gekürt
Doppelte Premiere beim Förderpreis der Deutschen Werbefilmakademie (DWA): Erstmals vergab die Jury zwei Förderpreise, die mit jeweils 20.000 Euro dotiert sind. Der Grund für diese großzügige Entscheidung: Die Qualität dieses Jahrgangs war so gut, dass es dem Gremium schwerfiel, nur ein Talente zu fördern.

Die zweite positive Premiere: Unter den Gewinnern ist mit Magali Herzog erstmals eine weibliche Regisseurin. Sie überzeugte im Duett mit ihrem Partner Miguel Schmid. Die beiden haben nun fünf Monate Zeit, ihr filmisches Konzept „Ich bin ein Ultra“ für Always Ultra zu verwirklichen. Der zweite Sieger ist Falk Poetz mit seiner Idee „Die Zukunft gehört allen“ für den Opel Insignia. Die beiden fertigen Filme werden bei der Verleihung des Deutschen Werbefilmpreises im Frühjahr 2018 erstmals vor großem Publikum gezeigt.



Die Jury bestand dieses Jahr aus Claudia Mina, Geschäftsführerin der Postproduktion Pirates’N’Paradise, Tobias Grimm, Geschäftsführer Kreation von BBDO Berlin, Nils Schwemer, Geschäftsführer von Iconoclast Berlin sowie dem Regisseur Jan Bonny. Der DWA-Nachwuchspreis wurde zum 5. Mal vergeben. Das Besondere dabei: Die jungen Talente müssen ihre Ideen in einem Live-Pitch vor Publikum präsentieren. Schauplatz in diesem Jahr war der voll besetzte „Pferdestall“ von Markenfilm Crossing

Zu den zehn Finalisten beziehungsweise Finalistenteams sagte Tony Petersen, Vorstand der Sektion Werbung in der Produzentenallianz: „Es ist schön zu sehen, dass die Beiträge dieses Jahr nochmal ein gutes Stück hochwertiger und vielversprechender waren als in den vergangenen Jahren - das lässt sehr für den deutschen Regienachwuchs hoffen!“ Außerdem sei es ein Meilenstein, dass man mit Magali Herzog erstmals eine Frau mit dem DWA-Förderpreis auszeichnen konnte. Dabei war Herzog nicht die einzige Frau, die bei den Live-Präsentationen glänzte: Außer ihr standen immerhin drei weitere Regisseuren auf der Bühne.


Die Gewinner wurden im Rahmen eines Produzenten-Dinners im Hamburger Basecamp gekürt. Zu diesem Anlass waren viele Mitglieder aus den Reihen der Sektion Werbung erschienen. Der Verband ist derzeit mit 76 Mitgliedsfirmen so stark wie nie zuvor. bu

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