Comvergence-Ranking Mediacom liegt bei den Einkaufs-Billings vorn

Donnerstag, 17. Mai 2018
Tino Krause führt mit Mediacom das Ranking von Comvergence an
Tino Krause führt mit Mediacom das Ranking von Comvergence an
© Mediacom / Kurt Steinhausen

Einige Wochen vor dem etablierten Wettbewerber Recma legt das ebenfalls in Paris beheimatete Marktforschungsinstitut Comvergence sein Ranking für die größten Mediaagenturen in Deutschland vor. An der Spitze steht auch bei Comvergence die Group-M-Tochter Mediacom. Sie betreute im vergangenen Jahr Einkaufs-Billings in Höhe von 1,76 Milliarden US-Dollar und hält damit einen Marktanteil von rund 13 Prozent.
Auf Platz 2 folgt die Omnicom-Agentur OMD mit 1,37 Milliarden Dollar vor Wavemaker, Mindshare (beide Group M) und Mediaplus (Serviceplan). Mehr als diese Top 5 gibt Comvergence-Chef Olivier Gauthier, der bis 2016 für Recma tätig war und dann seine eigene Firma gegründet hat, nicht preis, zumindest nicht öffentlich. Wer mehr wissen will, muss die Auswertung kaufen.
Neben den reinen Umsatzzahlen und Platzierungen ist die Methode des Rankings bemerkenswert. Comvergence zieht für seine Rangliste ausschließlich die betreuten Einkaufs-Billings (Etats ab 3 Millionen Dollar Größe) heran. Basis sind die Nielsen-Zahlen (brutto), von denen pauschal 50 Prozent abgezogen werden. Weitere Einkünfte der Mediaagenturen aus Beratungstätigkeit oder anderen Geschäftsfeldern spielen in diesem Ranking, anders als bei Recma, keine Rolle.

An der Spitze der Dachgesellschaften steht die WPP-Tochter Group M mit einem Netto-Einkaufsvolumen von 3,76 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Marktanteil von 28,4 Prozent. Dahinter folgen Omnicom Media Group mit 1,98 Milliarden und Magna Global Mediaplus mit 1,61 Milliarden Dollar. In der Prognose für das Jahr 2018 rutscht Wavemaker deutlich ab, auch Mediacom verliert Volumen, bleibt aber weiterhin an der Spitze. mam
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