Bilanz Grey landet auf Vorjahresniveau / Neuer Sport-Ableger geht an den Start

Dienstag, 05. Dezember 2017
Dickjan Poppema ist zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2017
Dickjan Poppema ist zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2017
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Die deutsche Grey-Gruppe schließt das Geschäftsjahr 2017 mit in etwa demselben Umsatzvolumen ab wie das Vorjahr. Wie CEO Dickjan Poppema bei einem Pressegespräch am Dienstag mitteilte, steigerte die WPP-Tochter den Umsatz leicht um 0,6 Prozent auf 33,5 Millionen Euro. Die Umsatzrendite konnte geringfügig auf knapp unter 10 Prozent erhöht werden. Neu im Angebot ist ein Ableger für Sportmarketing.
Trotz der Stagnation zeigt sich Gruppenchef Poppema zufrieden mit der Entwicklung und verweist auf eine networkinterne Etatverschiebung, die Grey Germany Umsatz gekostet hat. So musste die deutsche Niederlassung das Europamandat für die P&G-Marke Lenor an die Kollegen in London abgeben. Rechnet man diesen Verlust heraus, würde das Umsatzplus laut Poppema bei rund 5 Prozent liegen. Als Umsatztreiber macht der CEO drei Faktoren aus: den Ausbau des Bestandsgeschäfts, den positiven Start des Ende 2016 gegründeten Ablegers Grey Adventures (Consulting) und die positive Entwicklung bei der Einheit Grey Media.
Insgesamt hat Grey in diesem Jahr 20 neue Aufträge gewonnen. Dazu gehören Mandate von Merck, Xella, Wilo und Janssen Pharma. Der Vertrag mit dem wichtigen Kunden Deichmann wird gerade neu verhandelt. In der Gruppe arbeiten zum Jahresende rund 330 Mitarbeiter, diese Zahl bewegt sich ungefähr auf Vorjahresniveau. Mit der leicht verbesserten Marge von knapp unter 10 Prozent erzielt Grey laut Aussage von Poppema den besten Wert aller WPP-Werbeagenturen in Deutschland. Die britische Werbeholding ist in diesem Segment hierzulande neben Grey mit den Marken Ogilvy, JWT, Y&R, Scholz & Friends und seit diesem Jahr auch Thjnk vertreten. Zudem besteht eine Minderheitsbeteiligung an der Hirschen Group.

Neu im Portfolio von Grey ist ein Ableger für Sportmarketing. Die Unit wird von dem ehemaligen Tennisprofi Lars Zimmermann geleitet, der zuletzt eine eigene Firma in diesem Bereich hatte. Mit an Bord ist Zimmermanns früherer Kollege Maximilian Schell. Sie greifen je nach Bedarf auf weitere Mitarbeiter der Gruppe zu. Zum Angebot der neuen Einheit gehören Athleten- und Talent-Management, Sponsoring und Rechtevermarktung, Events, Incentives und Hospitality-Programme, Marke und Kommunikation sowie E-Sports. In der Gruppenführung kümmert sich CMO Michael Rewald um das Thema. Auf der Kundenliste stehen das Basketballteam Brose Bamberg, FC Basel, Rochusclub Düsseldorf und Barmer.

Für 2018 peilt Grey den weiteren Ausbau des Bestandsgeschäfts an. Bei Pitches will man sich vor allem auf große Mandate konzentrieren. Zudem strebt Kreativchef Fabian Kirner eine Platzierung in den Top 10 des Kreativrankings an. Beim Umsatz erhofft sich die Agentur ein Plus von 5 Prozent, die Marge soll stabil bleiben. Der deutsche Markt ist für das Grey-Network der weltweit drittgrößte – hinter den USA und Großbritannien. mam 

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