AvL/Saint Elmo's

Mit diesen provokanten Motiven setzt Pro Wildlife ein Zeichen gegen Tierquälerei

Die Kampagne ist ab dieser Woche unter anderem in Printtiteln zu sehen
© Pro Wildlife
Die Kampagne ist ab dieser Woche unter anderem in Printtiteln zu sehen
Ein Schnappschuss mit Tigern oder das Reiten auf Elefanten ist für viele Urlauber in Asien, Afrika oder Südamerika immer noch ein Muss. Dabei werden die betroffenen Tiere häufig unter grausamen Bedingungen gehalten. Pro Wildlife will eine möglichst große Zielgruppe jetzt für diese Problematik sensibilisieren - und bringt von Aimaq von Lobenstein/Saint Elmo's entwickelte Anzeigenmotive an den Start, auf denen Tiere Jobs übernehmen, für die sich die meisten Menschen zu schade sind.
Es ist eine Printkampagne, die bewusst provozieren und wütend machen soll: AvL/SE und die Artenschutzorganisation zeigen auf den zwei Motiven je einen Tiger und einen Elefanten bei der Ausführung "niederer" Arbeiten: Während der Elefant in einer verschmutzten Stadt Pizzen ausliefert, wischt der Tiger den schmutzigen Boden am schäbigen Eingang zu einer Peepshow. Die traurige Message von Pro Wildlife auf den Motiven: "Jede Arbeit ist besser als ein Dasein als Touristenattraktion."

Mit der Kampagne wollen Kunde und Agentur die Menschen vor Beginn der Urlaubssaison daran erinnern, dass Attraktionen wie Elefantenreiten oder Selfies mit Tigern auf Tierquälerei hinauslaufen, und verhindern, dass sich Urlauber unwissentlich daran beteiligen. Die Kampagne ist ab dieser Woche in Zeitschriften sowie auf Facebook zu sehen.
Mit den Motiven will Pro Wildlife auf Tierquälerei in Asien, Afrika und Südamerika aufmerksam machen
© Pro Wildlife
Mit den Motiven will Pro Wildlife auf Tierquälerei in Asien, Afrika und Südamerika aufmerksam machen
"Hundertausende von Tieren weltweit fristen heute im Namen des Tourismus ihr Dasein in kleinen Käfigen und in Ketten", sagt Adeline Fischer, Kampagnenmanagerin bei Pro Wildlife. "Elefantenritte, Selfies mit Schimpansen oder das Streicheln von Tigern sind für viele Urlauber ein absolutes Highlight. In den weitaus meisten Fällen werden die Tiere aber unter erbärmlichen Bedingungen gehalten und mit Gewalt trainiert, kontrolliert oder ruhiggestellt." Aus diesen Gründen rät die Organisation Touristen, sich vor ihrer Reise zu informieren. "Echte Auffangstationen erlauben Touristen keinen direkten Kontakt mit den Tieren, züchten keine Tiere und wildern die Tiere wieder aus. Wer sichergehen will, sollte die Tiere einfach in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Dort sind sie auch am schönsten", so Fischer weiter.



AvL/SE-Kreativchef André Aimaq, der erstmals 2006 eine Arbeit für Pro Wildlife umsetzte, ergänzt: "Bei dieser Aufgabe ging es darum, Routinen zu durchbrechen und Urlauber dazu zu bewegen, Tierattraktionen zu hinterfragen und schließlich auf eine Teilnahme zu verzichten. Um eine unmittelbare Wirkung zu erzielen, haben wir eine visuelle Welt erschaffen, die den Betrachter zugleich fasziniert und verstört."


Neben Aimaq zeichnet bei AvL/SE ein Kreativteam bestehend aus Jan Lucas, Andreas Manthey und Julian Friedrichs sowie den Beratern Monique Garbe und Yvonne Abbenhaus verantwortlich. Das Art Buying übernahm Geraldine Schröder. Die Illustration der Motive besorgte Salamagica aus Chile. "Ricardo Salamanca und sein Team wählten wir wegen ihres hyperrealistischen, traumhaften Stils, der CGI, Fotografie und Illustration vereint", erklärt Aimaq. "Mit ihrer innovativen und einzigartigen Ästhetik sind sie der ideale Partner für dieses Projekt." tt
stats