Allianz

Interbrand wird Agenturpartner für die globale Markensteuerung

Erfolg für Interbrand-Manager Simon Thun: Seine Agentur kommt mit der Allianz ins Geschäft
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Erfolg für Interbrand-Manager Simon Thun: Seine Agentur kommt mit der Allianz ins Geschäft
Der Versicherungskonzern Allianz arbeitet in Zukunft mit der Markenberatung Interbrand zusammen. Die Omnicom-Tochter soll das Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung der weltweiten Markensteuerung unterstützen und die Ländergesellschaften beim Umgang mit dem Konzernlabel beraten. Dafür setzt die Agentur zsuammen mit dem Kunden ein eigenes Team auf. Die Entscheidung fiel nach einem Pitch.
Mit der Berufung von Interbrand verabschiedet sich die Allianz wie angekündigt von dem Modell einer weltweiten Leadagentur, die sich um die gesamte Kommunikation kümmert. Zuletzt hatte die WPP-Tochter Ogilvy diese Rolle inne, musste aber schon immer mehr Aufgaben abgeben. Jetzt trennt die Allianz auch offiziell die Markensteuerung vom Verantwortungsbereich der Kreativagenturen ab und etabliert für dieses Thema einen eigenen Partner. "Die steigende Komplexität in der Markenkommunikation erfordert zunehmend eine Ausdifferenzierung von Kommunikationskanälen und -inhalten. Darauf reagieren wir mit einem geänderten Agentur-Setup", sagt Christian Deuringer, Leiter des gobalen Markenmanagements bei der Allianz.


Das Modell sieht vor, weg von einem zentralen Agenturnetwork hin zu einer größeren Anzahl von Spezialisten zu gehen, die Deuringer und sein Team selbst koordinieren und steuern. Interbrand soll die dafür erforderlichen Kompetenzen, Prozesse und Tools entwickeln und zugleich zusammen mit dem Kunden die operative Markensteuerung verantworten - in Abstimmung mit den Ländergesellschaften. "Die Allianz geht mit dem neuen Agentur- und Steuerungsmodell konsequent einen Weg, der gerade für global agierende Marken wichtig ist: Positionierung und visuelle Identität einer Marke sind kein Selbstzweck, sondern müssen unmittelbar auch das lokale Geschäft unterstützen", sagt Simon Thun, CEO von Interbrand für die Region Zentral- und Osteuropa.

Seine Agentur ist als erster internationaler Partner des neuen Modells bestimmt worden. Noch nicht abgeschlossen ist dagegen der Auswahlprozess für einen globalen Kreativagenturpartner, auf den die Allianz-Ländergesellschaften bei Bedarf zugreifen können. Der deutsche Markt hatte bislang eine Zusammenarbeit mit TBWA in Düsseldorf favorisiert. Dem damaligen Agenturchef Andreas Geyr wird ein guter Draht zu den Entscheidern beim Kunden nachgesagt. Ob es nach Geyrs überraschender Abberufung Ende Januar bei der geplanten Kooperation mit TBWA bleibt, ist bislang nicht bekannt. mam
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