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CCO Hans Albers verlässt die Agentur und will sich selbstständig machen

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Achtung-Chef Mirko Kaminski (l.) muss künftig auf Hans Albers als Kreativchef verzichten
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Achtung-Chef Mirko Kaminski (l.) muss künftig auf Hans Albers als Kreativchef verzichten
Die Ambitionen waren groß, sehr groß. "Wir wollen ein deutsches Droga 5 bauen", sagte Achtung-Chef Mirko Kaminski nach der Verpflichtung von Hans Albers Anfang 2016. Jetzt muss er dieses Projekt ohne seinen Kreativchef weiterführen. Wie Kaminski mitteilt, hat sich der 59-Jährige entschieden, künftig auf selbstständiger Basis zu arbeiten. Einen Nachfolger, genauer gesagt eine Nachfolgerin, steht wohl schon fest. Ihren Namen will Kaminski Anfang kommender Woche verraten.
Albers hat seinen Vertrag gekündigt und wird Ende August ausscheiden. Danach - so der Plan von CEO Kaminski - soll die Zusammenarbeit auf anderer Basis fortgesetzt werden. "Hans hat sich entschieden, etwas Neues anzugehen: Er will auf selbstständiger Basis loslegen und sich auf das konzentrieren, wofür sein Herz schlägt: große Ideen. Ohne den großen Apparat drumherum. Ich hoffe, dass wir weiter von ihm profitieren können, nur eben in anderer Konstellation", schreibt der Agenturchef in einem Facebook-Post.


Albers war Anfang 2016 bei Achtung eingestiegen. Er kam seinerzeit von Jung von Matt. Bei seinem Wechsel erklärte er, dass ihn an Achtung vor allem deren Expertise in der Unternehmenskommunikation sowie das Know-how und die Praxis in der redaktionellen Arbeit interessiere. Die Struktur der Agentur liefere eine besonders gute Grundlage für seine eigene Arbeit, nämlich "auf Basis von Daten und Content moderne Beziehungskommunikation zu gestalten". Jetzt scheint der große Apparat - zumindest laut Darstellung von Kaminski - aber genau das zu sein, worauf Albers keine Lust mehr hat.

Bevor Albers zu Achtung kam, verantwortete er bei Jung von Matt die Kreation des Ablegers JvM/365, der nach dem Verlust des Mercedes-Etats allerdings geschlossen wurde. Vorherige Stationen des erfahrenen Kreativen waren Agenturen wie Fischer-Appelt, DDB Tribal und Economia. Bei Achtung soll künftig eine Frau an der Spitze der Kreation stehen. Wer das sein wird, will CEO Kaminski Anfang kommender Woche mitteilen. mam
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