Special

99 Frauen

33 führende Agentur-Frauen

von Eva-Maria Schmidt, Mittwoch, 13. Dezember 2017

Katja Berghoff

Katja Berghoff, O&M/Content Cube
Katja Berghoff, O&M/Content Cube (© Ogilvy & Mather)
Wenige Themen wurden in den vergangenen Jahren in der Kommunikationsbranche so gehypt wie Content Marketing. Eine der wenigen Protagonistinnen, die tatsächlich wissen, was sich hinter dem Buzzword verbirgt, ist Katja Berghoff. Anfang Januar 2015 hat sie die operative Führung von Content Cube als Geschäftsführerin übernommen und steuert damit eine exklusive Agentureinheit, an der Ogilvy & Mather seit dem Gewinn des L’Oréal-Mandats für den Aufbau einer eigenen Content-Einheit im Frühjahr 2014 gebastelt hat. Die Düsseldorfer WPP-Agentur betreut unter anderem die drei Marken Maybelline New York, L’Oréal Men Expert sowie Vichy. Allein im ersten Jahr seiner Tätigkeit für L’Oréal hat der Content Cube sehr, sehr viel Output produziert. Katja Berghoff beziffert ihn auf über 100 Online-Videos, von Tutorials bis hin zu Reportagen und Backstage-Berichten, mehr als 2000 Social Media Posts, über 260 Artikel in Brand Blogs und Product Pages sowie 80 Influencer-Kooperationen mit Product Testings und Beauty Hacks. Ihre Karriere hat Katja Berghoff 2001 als Kosmetik- und FMCG-Expertin bei Ogilvy gestartet. Seitdem hat sie neben internationalen Großkunden wie Unilever/Dove auch den Bereich Projekt- und Account-Management bei Ogilvy Düsseldorf geleitet, zuletzt als Executive Client Service Director. 2014 baute sie gemeinsam mit Ogilvy-Chairman Ulrich Tillmanns das neue Content-Team am Standort Düsseldorf auf und verantwortete in dem Jahr die Entwicklung und Realisation erster Content-Marketing-Projekte für L’Oréal. ems

Katja Brandt

Katja Brandt, Mindshare
Katja Brandt, Mindshare (© Jeanette Petri)
Der CEO-Job bei der Mediaagentur Mindshare ist nicht ihr erster Posten ganz oben. Katja Brandt gilt als Musterbeispiel für eine Power-Frau: Die Mutter von vier Kindern hat vor ihrem Antritt bei der Group-M-Tochter bereits bei Vizeum aus dem Dentsu-Aegis-Netzwerk bewiesen, dass sie die nötigen Qualitäten für den Job mitbringt. Die dürfte sie auch dringend brauchen, schließlich hat sie keine einfache Aufgabe übernommen – die schnellen Wechsel von drei Media-Schwergewichten, Christof Baron, Christian Scholz und Sebastian Hupf, zeigen das. Happy End sieht anders aus. Ob es für die erfahrene Managerin ein glückliches Ende geben wird, hänge wohl nicht zuletzt davon ab, wie sie mit ihren ehrgeizigen Geschäftsführer-Kollegen Timucin Guezey und Michael Mülbüsch harmoniert, schreibt Horizont-Chefreporter Jürgen Scharrer anlässlich ihres Antritts bei Mindshare.

Katja Brandt selbst kommentiert die Überlegung mit Lob für die Mitarbeiter in Frankfurt und Düsseldorf sowie der Ankündigung, sich in den kommenden Monaten mit der Unternehmenskultur intensiv zu beschäftigen. Das hat sie seitdem sicherlich getan, denn sie sagt von sich selbst, dass zu ihrem Führungsstil gehört, tief ins Detail zu gehen, „wenn ich ein Thema wirklich verstehen will“.

Wie gut das funktioniert, auch wenn es für ihr Umfeld und sie selbst manchmal anstrengend wird, hat Katja Brandt im Laufe ihre Karriere unter anderem als Managing Director bei Europcar und Brand Managerin bei Reckitt Benckiser bewiesen.

Diese Sicherheit hilft der Chefin sicherlich auch dabei, in einer männerdominierten Branche Frauen zu fördern – ein Thema, das Katja Brandt wichtig ist und das sie vorantreibt, ohne eine Quote zu fordern. Rahmenbedingungen wie Kinderbetreuung müssen sich in Deutschland verbessern, stellt sie fest. Sei dies gegeben, schaffen es auch mehr Frauen in die oberste Führungsebene.
Jo Marie Farwick, Überground
Jo Marie Farwick, Überground (© Überground)

Jo Marie Farwick

Wo nimmt die bloß ihre Energie her? Diese Frage werden sich schon einige gestellt haben, die Jo Marie Farwick live erlebt haben. Der eine oder andere mag mit ihrem Temperament Probleme haben. Fakt ist, dass sie derzeit zu den angesagtesten und erfolgreichsten Kreativen Deutschlands gehört. Vor zwei Jahren gründete sie ihr Kreativ-Kollektiv Überground. Seitdem sorgen deren Arbeiten für Schlagzeilen am laufenden Band: Im Frühjahr 2016 erregte das Team mit einer Freeletics-Kampagne Aufmerksamkeit, die kurze Zeit später von BMW kopiert wurde. Farwick machte daraus eine PR-Story in eigener Sache. Gleiches gilt für die Lidl-Weihnachtskampagne „Santa Clara“. Ein Coup. Das Jahr 2017 startete Überground mit der Auszeichnung „Rookie Agentur des Jahres“ beim Art Directors Club für Deutschland. Statt sich erst mal auf diesen Lorbeeren auszuruhen, ging es mit Vollgas weiter: Für den Neukunden Tipp24 erfand Farwick die „Danke-Million“. Außerdem kamen weitere Aufträge von Amazon, Audi Business Innovation, der Lidl Stiftung, dem Marine Stewardship Council (MSC) sowie Visit Berlin und Hamburg Marketing dazu. Dazu noch ein Umzug der Agentur-Räumlichkeiten und ein Baby. Also ein echtes. Elternzeit? Zwei Wochen. Dann ging es wieder zurück an den Schreibtisch. Farwick will den Rückenwind, den Überground aktuell genießt, weiter nutzen. Umtriebig war sie übrigens auch schon vor der Gründung von Überground: Sie gehörte zur Start-Mannschaft von Heimat in Hamburg und galt davor als eines der größten Talente bei Jung von Matt und Philipp und Keuntje. bu

Claudia Fischer-Appelt

Claudia Fischer-Appelt, Karl Anders
Claudia Fischer-Appelt, Karl Anders (© Karl Anders)
Kaum zu glauben, dass Claudia Fischer-Appelt mit einer biederen Banklehre in ihr Berufsleben startete. Die vermeintliche Sicherheit dieses Jobs gab sie allerdings direkt nach der Ausbildung für ein Designstudium an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel auf. Einen Namen in der deutschen Werbebranche macht sie sich als kreativer Kopf der Hamburger Agenturgruppe Fischer-Appelt. Parallel dazu leitete sie von 2001 bis 2008 die von ihr gegründete Designagentur Ligalux. Im Jahr 2008 zog sie einen Schlussstrich unter ihr bisheriges Leben und trennte sich von Ehemann und Agentur. Nach einem Sabbatical erfolgte 2011 der berufliche Neustart: Gemeinsam mit Lars Kreyenhagen eröffnete sie Karl Anders, ein Büro für Visual Stories. Neben diesem Hauptjob engagiert sich die zweifache Mutter in vielen Bereichen: 2007 gründete sie beispielsweise die Initiative Mamamoto, eine visuelle Protestaktion gegen das perfekte Familienbild. Außerdem ist sie der kreative Kopf des Künstlerkollektivs „Der Zirkel, der macht“, das sich in unregelmäßiger Regelmäßigkeit verschiedensten Themen widmet. Die 50-Jährige fungiert als Rätin der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und unterrichtet an verschiedenen Hochschulen. 2014 war sie Mitglied der Design-Jury bei den Cannes Lions.bu

Brigitte Fuchs

Brigitte Fuchs, Scholz & Friends
Brigitte Fuchs, Scholz & Friends (© Scholz & Friends)
Gemeinsam mit dem Kreativen Jörg Sachtleben stellt die Strategin Brigitte Fuchs die Kontinuität in der Führung der Düsseldorfer Agentur Scholz & Friends sicher. Die beiden sind die Geschäftsführer, die von dem fünfköpfigen Führungsteam geblieben sind, das den 2012 aus der Fusion von Red Cell und Scholz & Friends Düsseldorf hervorgegangenen Dienstleister mit gemeinsam rund 70 Mitarbeitern zu Beginn geführt hat. Ziel der Verschmelzung der beiden WPP-Agenturen war es, den Standort Düsseldorf, an dem Kunden wie Galeria Kaufhof und Sanofi-Aventis betreut werden, zu stärken. Das ist gelungen: Unter anderem Sanofi gehört zu den Neukunden, die seitdem gewonnen wurden. Brigitte Fuchs, die als einzige Frau dem 14-köpfigen Partner Board der Scholz & Friends Group angehört, kennt das Unternehmen seit langem. Sie hat vor ihrer Ernennung zum Managing Director von Scholz & Friends Düsseldorf bereits zweimal für die Agenturgruppe gearbeitet, die in Deutschland auch in Berlin und Hamburg sowie in verschiedenen europäischen Ländern vertreten ist: Einmal als Junior Strategin am Anfang ihrer Karriere, dann als Strategy Director der Scholz & Friends Strategy Group, die 2004 gestartet und auf Holdingebene angesiedelt wurde, um bis heute alle Firmen der deutschen S&F-Gruppe zu unterstützen. Neben der Beratung bestehender Agenturkunden schaltet sich das Team auch in die New-Business-Aktivitäten der Gruppe ein. Brigitte Fuchs wurde damals von CEO F.M. Schmidt als eine von fünf Strategen an Bord geholt, um das Team aufzubauen. Bevor sie allerdings wieder zu Scholz & Friends zurückgekehrt ist, hat sie als COO bei Stöhr für Kunden wie Bayer und Henkel sowie bei weiteren Agenturen wie Springer & Jacoby und JWT gearbeitet. ems

Susanne Grundmann

Susanne Grundmann, Mediacom
Susanne Grundmann, Mediacom (© Mediacom)
Sie beherrsche zwar das Buzzword-Bingo, das auf den Podien von Fachkongressen gerne mal von sich gegeben wird – ihre Welt sei das aber nicht, berichtet ein Marketingspezialist, der Susanne Grundmann noch auf Kundenseite bei Nikon kennengelernt hat. Von dort kennt die Mittdreißigerin auch ihren heutigen Arbeitgeber Mediacom, zu dem sie 2014 als Geschäftsführerin gewechselt ist. Als sehr reflektiert und bereits bei Nikon dem Digitalen zugeneigt, wird sie beschrieben. Auf den zuvor erwähnten Podien zeigt Susanne Grundmann, dass das stimmt – zumindest wenn die anfängliche Positionierung der Panel-Teilnehmer mittels Buzzword-Bingo vorüber ist. Die studierte Betriebswirtin, die fünf Sprachen spricht, verfügt über internationale Erfahrungen im Marketing-Controlling, in der strategischen Planung, im E-Commerce und weiß, wie Kunden ticken – immerhin hat sie ab Mitte 20 sieben Jahre lang in verschiedenen Positionen für den japanischen Kamerahersteller gearbeitet, zuletzt als Department Manager Marketing Communications Branding. In der Beratungsarbeit einer Mediaagentur ist das selbst für einen Riesen wie Mediacom wertvolles Wissen.ems

Mieke Haase

Mieke Haase, Loved
Mieke Haase, Loved (© Loved)
Kreativität wächst, wenn man den Menschen ab und zu die Möglichkeit gibt, aus ihrem Alltag auszubrechen. Nach diesem Motto führt Designerin Mieke Haase bereits seit zehn Jahren erfolgreich eine Agentur in Teilzeit. 24 Stunden in der Woche widmet sie ihre ganze Energie der Thjnk-Tochter Loved, die restliche Zeit gehört ihrer Familie. Das Modell funktioniert, weil Haase gelernt hat, die Verantwortung auf viele Schultern zu verteilen und klare Zuständigkeiten zu definieren. Ihre auf Corporate Design, Corporate Identity, Corporate Publishing und Content Marketing spezialisierte Agentur ist das kreative Aushängeschild der Thjnk-Gruppe. Allein in den vergangenen Monaten heimste das Team für Arbeiten im Auftrag von Kunden wie Audi, Thyssen-Krupp, Ali Cola, Jugend gegen Aids, Rewe sowie das in Eigenregie entwickelte Motiv „Loved & Found“ zahlreiche Preise ein. Haase studierte Design an der Hamburger Technischen Kunstschule. Ihre berufliche Karriere startete sie bei Agenturen wie Springer & Jacoby und Kolle Rebbe. Sie arbeitete mehrere Jahre lang als Freelancer in London, bevor sie 2000 das Designbüro C-Feld gründete und damit die Kreativdirektion für das „Sleek Magazine“ und „Feld Hommes“ übernahm. 2007 baute sie schließlich die Thjnk-Tochter Loved mit auf, die sie seither als Geschäftsführerin und Partnerin mit verantwortet. Privat interessiert sich das vielfach ausgezeichnete ADC-Mitglied für Interior Design, Keramik, die japanische Sprache und ihren eigenen Gemüseanbau.
Ulrike Handel, Dentsu Aegis Network
Ulrike Handel, Dentsu Aegis Network (© Raimar von Winskowski)

Ulrike Handel

Im April hat Ulrike Handel den Chefposten bei der Agenturgruppe Dentsu Aegis Network übernommen. Seitdem hat man nicht viel von der Managerin gehört. Sie wolle sich erst dann äußern, wenn sie etwas Substanzielles mitzuteilen habe, war ihre bisherige Antwort auf Interviewanfragen. Im September ist es dann so weit: Die promovierte Kommunikations- und Medienwissenschaftlerin meldet sich zum Thema „Agiles Arbeiten“ zu Wort und stellt ein neues Arbeitszeitmodell vor. Die rund 1000 Mitarbeiter von Agenturen wie Carat, Vizeum, Isobar und iProspect können künftig ihren Arbeitsplatz frei wählen und ihre Arbeitszeit flexibel und standortunabhängig organisieren. Handel setzt damit den von ihrem Vorgänger Zoja Paskaljevic angeschobenen Umbau fort und positioniert sich und das Netzwerk unter anderem bei Auftritten auf der Bühne der Dmexco als moderne Mediaagenturgruppe, die für die digitalisierte Zukunft und die damit verbundenen Ansprüche der Auftraggeber gerüstet ist. Dass das Media-Netzwerk im Umbruch bei ihr in guten Händen ist, zeigt ihre Erfahrung mit dem Performance-Marketing-Spezialisten Ad Pepper, den Handel durch stürmische Zeiten zum Erfolg geführt hat.ems

Marion Heine

Marion Heine, Spring Brand Ideas
Marion Heine, Spring Brand Ideas (© Olaf Heine)
Schon zweimal hat Marion Heine den Sprung ins kalte Wasser gewagt und eine Agentur gegründet. Jedes Mal mit großem Erfolg. Aktuell steht die Kreative, die ihre Karriere bei Springer & Jacoby startete, an der Spitze von Spring Brand Ideas. Sie führt die Berliner Agentur gemeinsam mit Levent Akinci sowie Nicole Srock-Stanley. Das inzwischen 18 Mitarbeiter starke Team ist auf die Entwicklung von Ideen spezialisiert, „die sich in jede Dimension ausbreiten können, um Marken erlebbar zu machen“. Dabei agiert Spring als Teil der internationalen Agenturgruppe Dan Pearlman. Wichtige Kunden sind Berlin Partner, Universal Music und das Urban Nation Museum for Contemporary Art. Den meisten dürfte Heine noch als Kreativchefin der inzwischen unter dem Dach von Aperto angesiedelten Agentur Plantage bekannt sein. Auch hier gehört sie zum Gründungstrio: Plantage eröffnete sie Ende 2001 gemeinsam mit Daniel Simon und Stefan Holwe. Die Agentur flog lange Zeit unterm Radar, bis sie sich Anfang 2007 den Etat der BMW-Marke Mini sichern konnte. Daneben gehörten Marken wie E-Plus, Nike und MTV zum Kundenstamm. Schon damals setzte Heine nicht nur auf klassische Werbung, sondern realisierte auch mal eine Kunst-Installation oder ein Digitalprojekt.

Die dreifache Mutter ist generell sehr gut in der Berliner Kunst- und Kulturszene vernetzt. Das hängt zum einen mit ihrer Arbeit für die Kunstbewegung Urban Art zusammen, die sie bereits seit mehreren Jahren begleitet. Zum anderen ist sie mit dem bekannten Fotografen Olaf Heine verheiratet, der zahlreiche prominente Musiker, Schauspieler und Politiker inszeniert hat. Gesellschaftlich engagiert sich die 44-Jährige nicht nur im Auftrag der Kunden, sondern auch privat. Ein wichtiges Anliegen ist beispielsweise die jüngst von ihrem Team gestartete Kampagne „#FarbenBekennen“, bei der Flüchtlinge porträtiert werden, die in ihrer neuen Heimat Verantwortung und Engagement zeigen.bu

Marianne Heiß

Marianne Heiß, BBDO
Marianne Heiß, BBDO (© dia Kempf)
Marianne Heiß hat nicht nur eine Meinung zum Thema Frauenförderung, sie trommelt auch gerne öffentlich und in Form von Büchern (u.a. „Yes she can: Die Zukunft des Managements ist weiblich“, Redline) dafür, dass sich in den Chefetagen etwas ändert. Das Buch richte sich an „Frauen, die nach oben wollen, und zwar auch ohne Frauenquote. Es ist aber auch ein Ratgeber für Unternehmen, die wissen, dass sie nur dann nachhaltig erfolgreich werden, wenn sie vor der Realität der zukünftigen wirtschaftlichen Herausforderungen nicht die Augen verschließen“, schreibt die Finanzchefin von BBDO im Vorwort. Denn, nicht zuletzt dank ihrem Job als oberste Herrin über die Zahlen bei Deutschlands größter Agenturgruppe, weiß die gebürtige Österreicherin, dass diverse Teams in allen Dimensionen, auch wirtschaftlich, besser performen.

Natürlich weiß Marianne Heiß auch, wie Karriere geht: Seit Juni 2013 Chief Financial Officer (CFO) der BBDO Group Germany, Deutschlands führendem Agenturnetzwerk mit Hauptsitz in Düsseldorf, hat sie ihre eigene in der BBDO Group in den vergangenen 20 Jahren konsequent vorangetrieben. Mit gerade einmal 24 Jahren hatte sie sich ganz selbstbewusst bei einer der BBDO-Agenturen in Nürnberg als Finanzchefin beworben, die Stelle bekommen und ist in Führungspositionen für die BBDO-Gruppe tätig. Sie hat an der Fachhochschule für Wirtschaft in Wiener Neustadt Unternehmensrechnung, Revision, Management-, Personal- und Organisationsberatung studiert. ems

Karen Heumann

Karen Heumann, Thjnk
Karen Heumann, Thjnk (© Thjnk)
Agenturmanagerin, Rollenmodell, Preisträgerin, Kolumnistin – ein Label reicht nicht für Karen Heumann, hauptberuflich seit sechs Jahren oberste Strategin und seit fünf Jahren Vorstandssprecherin der Hamburger Agenturgruppe Thjnk, die in diesem Spätsommer beim internationalen WPP-Netzwerk angedockt hat. Was für alle Label gilt, die sie trägt: Sie hat sich für sie ins Zeug gelegt, geradlinig, ohne Tricks dafür gearbeitet, Ziele zu erreichen. Das gilt auch für das Ziel, mehr arbeitende Frauen dahin zu fördern, wo sie hingehören: In Jobs, die ihrem Können entsprechen. Dafür spricht Karen Heumann in Interviews und auf der Bühne häufig – eine Zeit lang wirkte es, als gäbe es in der deutschen Agenturbranche keine andere Frau, die etwas zu dem Thema zu sagen hätte. In den eigenen Reihen hat sie mit ihren männlichen Führungskollegen bereits umgesetzt, was sie fordert: Es gibt wenige große deutsche Agenturen, die so viele fähige Frauen auf Chefposten gesetzt haben, wie Thjnk. Beispiele sind Anke Peters, Bettina Olf und Francisca Maass, Geschäftsführerinnen in Hamburg beziehungsweise München, und Mieke Haase, Kreativchefin bei Loved. In den kommenden Monaten dürfte es allerdings vor allem ihre Aufgabe sein, die Eigenständigkeit von Thjnk im Riesennetzwerk WPP zu bewahren.ems

Kristine Holzhausen

Christine Holzhausen, DDB
Christine Holzhausen, DDB (© DDB)
Sie wurde dieses Jahr regelrecht ins Rampenlicht geschubst, als ihr oberster Boss Amir Kassaei das globale DDB-Frauenförderprogramm „Phyllis Project“ vorstellte: Kristine Holzhausen ist neben Caroline Beckert die einzige Deutsche aus dem DDB-Netzwerk, die daran teilnehmen darf. Außerdem war sie im Juni als Jurorin bei den Cannes Lions dabei und sorgte so mit dafür, dass der Anteil der weiblichen Cannes-Jurymitglieder auf ein Allzeit-Hoch von 43 Prozent kletterte. Dabei will die 41-Jährige eigentlich gar nicht aufgrund ihres Geschlechts unterstützt werden oder gar Quotenfrau sein. Holzhausen zieht es vor, durch ihre kreativen Leistungen aufzufallen. Als Executive Creative Director gehört sie zum erweiterten Führungskreis von DDB Düsseldorf, einer Agentur, die überraschend gleichberechtigt aufgestellt ist: „In unseren Führungskreis-Meetings sind mindestens 50 Prozent weiblich“, stellt Holzhausen fest. Die vielfach ausgezeichnete Kreative startete ihre Karriere 2001 als Junior Art Director bei Jung von Matt. Sie arbeitete für Kunden wie BMW, Bild, Volkswagen, Persil, C&A und die Deutsche Telekom. Auf ihr Konto gehen zahlreiche Kreativpreise, gewonnen bei Festivals wie den Cannes Lions, der One Show, den London International Awards und dem ADC. Trotzdem ist sie kein Mitglied im deutschen Art Directors Club. Ihre Zurückhaltung bei den Networking-Aktivitäten bedeutet nicht, dass sie keine Karriere machen will oder generell die Bühne scheut. Im Gegenteil. Holzhausen ist ein Vorbild für die Vereinbarkeit von Führungsjob und Familie. Ein Thema, bei dem ihre Branche arg hinterherhinkt: „Es gibt in allen Agenturen Nachholbedarf bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dabei sollte es heute selbstverständlicher sein, dass beide Elternteile die Möglichkeit haben, Teilzeit zu arbeiten.“bu

Michaela Ihlefeld

Michaela Ihlefeld, MEC
Michaela Ihlefeld, MEC (© Mindshare)
Nur einen kleinen Ausflug hat Michaela Ihlefeld im Laufe ihrer Karriere aus dem Media-Business gemacht: 1 Jahr und 10 Monate hat sie das strategische Marketing bei dem RTL-Vermarkter IP Deutschland geleitet – Anfang 2014 trieb es sie dann doch wieder zurück zu Mindshare, der Mediaagentur, der sie vor ihrem Ausflug seit 1995 treu war. Als ein erneuter Wechsel für sie anstand, blieb sie zumindest dem Netzwerk Group M treu: Michaela Ihlefeld wechselte im Herbst 2016 von der Mediaagentur Mindshare zu deren Schwester MEC, wo sie als Chief Client Officer, also oberste Kundenbetreuerin, fungiert. Als solche dürfte sie aktuell viel zu tun haben, da Group M ihre beiden Agenturmarken MEC und Maxus unter dem Label „Wavemaker“ zusammenlegt. Wavemaker soll eine Agenturmarke sein, die neben dem klassischen Media-Geschäft auch die Disziplinen Content und Technologie abdeckt. Mit dem Umbau will der seit Ende 2016 amtierende Group-M-Chef Kelly Clark vor allem den Service für die Kunden verbessern. Die Fusion werde die Agentur innovativer, schneller und fokussierter machen, so Clark. Für die oberste Kundenbetreuerin heißt das wohl vor allem, die Auftraggeber bei Laune halten, die mit dem Umbau ja auch zurecht kommen müssen. Kraft für die Aufgabe hat Michaela Ihlefeld gesammelt, bevor sie bei MEC eingestiegen ist: Nach 20 Jahren im Job hat sich die Agenturmanagerin eine fünfmonatige Pause vom Job gegönnt.ems

Petra Kruse

Petra Kruse, Pilot
Petra Kruse, Pilot (© Robert Lindemann)
Die Bekanntheit der unabhängigen Mediaagenturgruppe Pilot dürfte in den letzten Wochen noch ein wenig gestiegen sein: Ein Plakat für Fernet Branca, das Pilot in Hamburg-Ottensen platziert hatte, war mit einer Copy versehen, die manchen Werber in Wallung brachte und eine umfangreiche Diskussion in den sozialen Netzwerken und der Fachpresse loslöste. Petra Kruse dürfte sich darüber gefreut haben, denn die meisten fanden, die Platzierung sei ein gelungener Coup – positiv also für Pilot, denn so dürften ein paar mehr potenzielle Auftraggeber vom Können der Hamburger wissen. Das wiederum könnte Petra Kruse den Job einfacher machen, denn die Mediamanagerin, die seit Gründung der Agenturgruppe im Jahr 1999 mit an Bord ist, verantwortet unter anderem die Initiierung von Neugeschäften, genau wie Personalsteuerung, Content-Konzepte sowie die strategische Weiterentwicklung der Agentur und Innovationsmanagement. Ihre Laufbahn startete sie als Verlagskauffrau bei Gruner + Jahr. Nach einem BWL- und Soziologie-Studium stieg sie 1997 zunächst bei Carat als Mediaplanerin ein und wechselte dann zu Pilot. Seit 2007 leitet Petra Kruse, die gerne an der Ostsee entspannt, die Kundenbetreuung für verschiedene Marken aus den Bereichen Fast Moving Consumer Goods sowie Handel und Finanzen.

Stefanie Kuhnhen

Stefanie Kuhnhen, Grabarz & Partner
Stefanie Kuhnhen, Grabarz & Partner (© Grabarz & Partner)
Einer der besten, wenn nicht sogar der beste Preisträgerfilm, den es beim Horizont Award je gegeben hat, geht auf das Konto von Stefanie Kuhnhen beziehungsweise ihrem „Projektchen“. Das heißt Laurenz und wird im kommenden Januar zwei Jahre alt. Mit Laurenz war die Geschäftsführerin und Partnerin von Grabarz & Partner gerade hochschwanger, als ihre Kollegen Reinhard Patzschke, Ralf Heuel und Thomas Eickhoff mit ihr als Protagonisten des Preisträgerfilms im Gepäck den Preis auf der Bühne der Alten Oper in Frankfurt entgegennahmen. Alles würden die vier Chefs der 260 Mitarbeiter großen Agentur gemeinsam machen, das sei nicht nur im Agenturmotto „Participative Creativity“ festgehalten, sondern manifestiere sich auch im Projekt Baby, auf das sich neben dem Gatten und der großen Schwester auch die Agentur wie verrückt freue. Dank der Laudatio von S&F-Chef F.M. Schmidt und der Begründung der Jury des Horizont Award wurde auch klargestellt, was Stefanie Kuhnhen sonst so alles leistet: Seit 2005 ist sie für Grabarz & Partner tätig, seit 2014 mit den genannten Herren an der Spitze, sie ist verantwortlich für die Strategie und mit Reinhard Patzschke, Ralf Heuel und Thomas Eickhoff auch für das Erneuerungs- und Umbau-Programm „GP 1000“, das sich die Firma 2011 verordnet hat. Dabei wurden sämtliche Abläufe, Prozesse und Arbeitsweisen auf den Prüfstand gestellt, um am Ende eine neue Positionierung zu formulieren. Das Konzept ist aufgegangen, die Agentur steht bestens da, der Horizont Award in den Büroräumen und auch das mit Laurenz hat geklappt. ems

Franziska von Lewinski

Franziska von Lewinski, Fischer-Appelt
Franziska von Lewinski, Fischer-Appelt (© Fischer-Appelt)
Franziska von Lewinski ist für die Quote. „Die eine Frau reicht eigentlich noch nicht in Führungsgremien. Es braucht mindestens zwei, da sich sonst die Kultur nicht ändern wird“, sagt sie. In der eigenen Branche sieht die Agenturmanagerin, seit Frühjahr 2014 Vorstand der Fischer-Appelt-Gruppe, vor allem beim Thema flexible Arbeitszeiten Handlungsbedarf. „Frauen und Männer sollten die Möglichkeit haben, von überall aus zu arbeiten. Zudem plädiere ich für Offenheit gegenüber individuellen Lösungen für Mütter und Väter. Es muss einfach normal werden, dass auch Frauen in Führungspositionen Kinder bekommen, ohne dadurch Nachteile zu haben.“ Für sie ist das normal, sonst würde sie ihr Leben mit zwei Kindern und dem Management-Job, in dem sie für das Vorstands-Ressort Digital und Innovationen bei Fischer-Appelt sowie die Digitalagentur Fork Unstable Media verantwortlich ist, nicht vereinbaren können. Wie sehr ihr das Thema am Herzen liegt, zeigt die bundesweite Aktion „#wasfrauenfordern“, die Fischer-Appelt im Frühjahr mit der Zeitschrift Emotion gestartet hat. Dabei haben die Partner Stimmen eingesammelt, um „herausfinden, was Frauen und Männer sich für mehr Gleichberechtigung wünschen und fordern“, sagt die gelernte Bau-Ingenieurin. Das Ergebnis liegt noch nicht vor.ems

Karin Libowitzky

Karin Libowitzky, Vizeum
Karin Libowitzky, Vizeum (© Vizeum)
Karin Libowitzky hat das Media-Network Vizeum in stürmischen Zeiten übernommen. Vor etwas mehr als einem Jahr trat sie die Nachfolge von Katja Anette Brandt als CEO Deutschland an. Sowohl die Mutter Dentsu Aegis Network (DAN) als auch die Vizeum-Schwester Carat waren 2016 von zahlreichen personellen Abgängen betroffen. DANs Ex-CEO Zoja Paskaljevic unterwarf das Network zudem einem rigiden Digitalisierungs- und Transformationskurs. Vizeum allerdings bewegte sich die ganze Zeit in vergleichsweise ruhigem Fahrwasser. Bei dieser Aufgabe habe ihr ihre „semi-externe Sicht “ mehr geholfen, als sie bei der Anpassung der Strukturen zu behindern, wie es im PR-Deutsch so schön heißt, sagt Karin Libowitzky ein Jahr nach ihrem Amtsantritt bei Vizeum im Horizont-Interview. Tatsächlich hat die gebürtige Wienerin nicht sehr viel Erfahrung im Media-Business mit zu Vizeum gebracht – ihre Karriere hat sie 2003 bei Beyond Interactive/Mediacom in Wien gestartet und ist dem Arbeitsgebiet seitdem treu geblieben. Allerdings kann Karin Libowitzky auch beisteuern, wonach viele Agenturen noch suchen. Denn die Managerin kennt sich auch in Digitalthemen und deren Verknüpfung mit dem Media Business bestens aus: 2010 hatte Sinner-Schrader-Gründer Matthias Schrader sie bei seiner Digitalagentur an Bord geholt, um die Online-Mediaagentur Mediaby aufzubauen, die 2012 mit Next Audience gemergt wurde. Geholfen hat ihr bestimmt auch ihr unaufgeregter Führungsstil, der sie zu einer Teamplayerin macht, die gerne betont, dass Vizeum nicht sie alleine, sondern ein „Wir“ führt, das aus ihr als CEO sowie Thorsten Kollmus und Thorsten Gabriel besteht.ems

Francisca Maass

Francisca Maass, Thjnk
Francisca Maass, Thjnk (© Cannes)
Ihre Laufbahn führte Francisca Maass von Springer & Jacoby über Serviceplan und Jung von Matt zu Thjnk. Bei der letztgenannten Agentur nahm die Karriere der 36-jährigen Kreativen rasant Fahrt auf. Nur zwei Jahre nach ihrem Einstieg bei der Hamburger Agentur bot sich ihr die Chance, zusammen mit Kreativvorstand Armin Jochum den Münchner Standort aufzubauen. Die Neugründung wurde sehr schnell zum Erfolgsmodell mit eigenständigem Charakter. Maass führt den 20 Mitarbeiter großen Standort inzwischen zusammen mit ihrem Co-Geschäftsführer Thomas Canzar, der seit Anfang des Jahres an Bord ist. Die Kundenliste kann sich sehen lassen: Die Limo von Granini, Haribo, Paulaner und Sportscheck werden von der bayerischen Hauptstadt aus betreut. Insbesondere mit ihrem Auftritt für Die Limo mit Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf sorgte das Team für Gesprächsstoff und zahlreiche Kreativpreise. Generell hat sich ADC-Mitglied Maass in ihrer neuen Heimat ordentlich Respekt verschafft. Bester Beweis dafür: Ende 2016 wurde sie als erste Frau in der Verbandshistorie zur Sprecherin der CommClubs Bayern gewählt. Die Entscheidung fiel einstimmig. Dieses Jahr war sie außerdem Mitglied der Outdoor-Jury bei den Cannes Lions – ein Job, der bei den weiblichen Thjnk-Führungskräften zur Tradition werden könnte, denn im Jahr zuvor hatte ihre Hamburger Kollegin Bettina Olf diese ehrenvolle Aufgabe übernommen.bu

Preethi Mariappan

Preethi Mariappan, Sapient Razorfish
Preethi Mariappan, Sapient Razorfish (© Sapient Razorfish)
Nach der Fusion von Sapient und Razorfish stellte sich zunächst die Frage: Was passiert mit Razorfish-CCO Preethi Mariappan? Schließlich war schnell klar, dass ihr Sapient-Counterpart Chris Waitzinger die kreative Verantwortung für die neu formierte Einheit in Deutschland übernehmen soll. Mariappan hat jedoch schnell eine neue Aufgabe in dem Network gefunden – und zwar auf europäischer Ebene. Als Vice President Emerging Experiences EMEA leitet die 41-Jährige eine Unit, die den Innovationsgedanken noch stärker in das tägliche Kundengeschäft der Digitalagentur einbringen soll. Ihr Team setzt sich beispielsweise damit auseinander, was künstliche Intelligenz für die Gestaltung von Produkten bedeutet. Eine ähnliche Rolle hatte sie in der Vergangenheit schon mal bei TBWA in Dubai inne, wo sie das Creative Lab leitete. Die ausgezeichnete Digitalkreative startete ihre Karriere bei diversen Internetfirmen in Indien. Nach ihrem Umzug nach Dubai gründete sie 2011 die Frauenbegründung Adwomen Middle East als Antwort auf die „testosterongetriebene“ Werbebranche, wie sie einst in einem Horizont-Interview zu Protokoll gab. Auch an ihrem aktuellen Wohnort Berlin beschäftigt sie sich mit dem Thema und beleuchtet in Vorträgen unter anderem, warum für Frauen Austausch, Unterstützung, Synergien nutzen, aber auch die Sichtbarkeit ihres Tuns so wichtig ist. Daneben ist sie Mitgründerin von CoCreator, einer App, die Start-ups mit Agenturtalenten zusammenbringt. Mariappan ist regelmäßig als Jurorin bei Kreativfestivals mit dabei – 2015 unter anderem bei den Mobile Lions in Cannes. Sie spricht häufig auf Konferenzen und beteiligt sich als Mentorin an Start-up Bootcamps.bu

Susanne Marell

Susanne Marell, Edelman Deutschland
Susanne Marell, Edelman Deutschland (© Steffen Hoeft)
Susanne Marell ist Heavy Userin im weltweiten Edelman Workplace at Facebook Netzwerk. Sie braucht das – ganz im Sinne einer PR-Frau durch und durch. Denn für die erfahrene Managerin ist nicht nur wichtig, Kontakt ins weltweit nach Umsatz größte PR-Netzwerk, bei dem sie als deutsche Statthalterin arbeitet, zu halten. Die CEO weiß auch, wie wichtig es ist, Employer Branding über soziale Netzwerke nach innen und außen zu betreiben. „Es wird tatsächlich immer schwieriger, Talente mit genau den Profilen zu finden, die wir suchen“, sagte Susanne Marell schon 2013 im Interview mit Horizont. Einfacher ist die Lage seitdem nicht geworden.

Die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin ist in Deutschland für insgesamt 350 Mitarbeiter an den Standorten Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München verantwortlich, die die deutsche Gruppe seit der Übernahme des bis dahin inhabergeführten Wettbewerbers Ergo Kommunikation Ende 2015 beschäftigt. Seitdem firmieren die PR-Agenturen unter Edelman.Ergo.

Susanne Marell hat in ihrer Laufbahn Erfahrungen bei Agenturen wie Kothes Klewes (heute Ketchum Pleon) sowie der pharmazeutischen und chemischen Industrie gesammelt, zuletzt bei BASF, wo sie als Vice President Corporate Brand Management tätig war.ems

Britta Poetzsch

Britta Poetzsch, Track
Britta Poetzsch, Track (© Simone Scardovelli)
Sie gehört neben Dörte Spengler-Ahrens zu den prominentesten weiblichen Aushängeschildern des Art Directors Club für Deutschland: Vorstandsmitglied Britta Poetzsch. Seit Jahren moderiert sie die ADC-Gala mit wechselnden männlichen Partnern. Dabei ist sie die kompetente Konstante, die Männer nur das unterhaltende Beiwerk. Die Bühnenshow ist ihr Hobby und sie liebt es, sich dafür in Schale zu schmeißen. Es wäre allerdings fatal, sie auf ihr Aussehen und ihre Fashion-Vorliebe zu reduzieren. Die vielfach ausgezeichnete Kreative hat eine beeindruckende Vita hinter sich. Ihre Wurzeln liegen in der Klassik: Neun Jahre lang, zwischen 2003 und 2012, stand sie als Chief Creative Officer an der Spitze von McCann-Erickson in Berlin. Es folgten Stationen als Geschäftsführerin von Serviceplan Sales in München und Global Creative Director von Ogilvy in Düsseldorf, bevor sie im Februar dieses Jahres als Chief Creative Officer Campaign zu Track nach Hamburg wechselte. Der neue Job bedeutete ein Umdenken für die 50-Jährige. Von der traditionell geprägten Agenturwelt hin zu einem Unternehmen, das sich mit dem Zusammenspiel von Kreativität und Technik im Zeitalter von Big Data beschäftigt. Dafür drückte sie sogar noch einmal die Schulbank und besuchte bei der Good School ein eigens für Track entwickeltes Programm, das sie fit in Sachen Digitalisierung machte.bu

Larissa Pohl

Larissa Pohl, Jung von Matt
Larissa Pohl, Jung von Matt (© JvM)
Manchmal dauert es, bis Larissa Pohl sich in einer Diskussion zu Wort meldet. Die Geduld ihres Gegenübers wird dann aber belohnt, denn was das (Noch-)Vorstandsmitglied von Jung von Matt sagt, hat Hand und Fuß, ist überlegt und an der Sache orientiert. Dass sie nicht immer als Erste, laut und dogmatisch ihre Meinung kundtut wie so mancher Agenturmanager, kommt ihrem Job als Strategin in der Werbung sicherlich zugute – schließlich muss sie als solche im Sinne ihres Auftraggebers agieren. Diesen Job kann sie (sagen einige in der Branche) in Deutschland von allen am besten.

Zu welchem Arbeitgeber ihr Talent die bodenständige Agenturmanagerin treibt, wenn sie im kommenden Jahr ihren Posten als Vorstand Strategie bei der Hamburger Agenturgruppe hinter sich lässt, ist noch nicht klar. Sicher ist aber: Sie wird die Frage nach ihrer nächsten beruflichen Station zu einem von ihr gewählten Zeitpunkt wohlüberlegt verraten. Genau wie die Antwort auf die Frage, ob sie auch dann weiter mit Thomas Strerath zusammenarbeiten wird. Ihm war Larissa Pohl von Ogilvy & Mather in Frankfurt, wo sie es geschafft hatte, Strategie zu einer agenturübergreifenden Einheit zu machen, die über Planning und Spezialangebote für einzelne Abteilungen hinausgeht, in die Hansestadt gefolgt. Schon dort war er als CEO der Chef der Mittvierzigerin, genau wie bei WOB, von wo aus beide an den Main gewechselt sind.ems

Katja Reis

Katja Reis, Zenith Media
Katja Reis, Zenith Media (© Zenith Media)
Agentur-Hopping ist nicht das Ding von Katja Reis. Die Karriere, die sie bei der Mediaagentur Zenith Media hingelegt hat, lässt sich vielmehr als Kaminkarriere bezeichnen, also einen Berufsweg, der mit dem Einsteig als Trainee bei einem Unternehmen beginnt und durch mehrere Hierarchiestufen bis in die Spitzenmannschaft führt.

Im Jahr nach dem Abschluss des Studiums der Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität in München steigt die diplomierte Kauffrau ganz klassisch als Trainee ein bei der Düsseldorfer Mediaagentur, die zu Publicis Media gehört. Unterbrochen werden die folgenden Karriereschritte nur von zwei kurzen Pausen für eine neunmonatige und eine einjährige Elternzeit. Mit gerade einmal 33 Jahren übernimmt Katja Reis im Oktober 2011 gemeinsam mit Marco Dörper und Cornelia Ruoff als stellvertretende Geschäftsführerin mehr Verantwortung am Düsseldorfer Standort der Agenturgruppe – auch der Stadt ist sie vom Beginn ihrer Laufbahn bis heute treu geblieben. In der Funktion war es ihre Aufgabe, gemeinsam mit der Vivaki-Abteilung Business Intelligence Technologien rund um das Thema Online-Bewegtbild zu entwickeln.

Seit April dieses Jahres fungiert die gerne auf Podien etwa bei der Digitalmesse Dmexco als Expertin gebuchte Mediafachfrau nun als Managing Partner in Düsseldorf. Zenith ist die größte Agenturmarke unter dem Dach von Publicis Media. Weltweit sind unter dem Label 5000 Mitarbeiter beschäftigt. In Deutschland sind darüber hinaus die Agenturen Starcom, Blue 449 und Mediavest präsent. Zur Zenith-Gruppe gehören die Spezialdienstleister Newcast, Performics und Ninah sowie die für Daimler ins Leben gerufene Einheit Fuel. Aktuell setzt das Netzwerk seine feingetunte Positionierung als ROI+-Agentur um.ems

Nina Rieke

Nina Rieke, DDB Group
Nina Rieke, DDB Group (© DDB)
Nina Rieke ist eine Führungskraft, die gestalten will. Nicht nur ihren Job, sondern die Branche, in der sie tätig ist. „Ich sehe viele Dinge, die sich verändern müssen, und möchte nicht nur am Spielfeldrand stehen und mit dem Finger draufzeigen. Ich will an der Veränderung mitwirken“, sagt sie im März dieses Jahres in einem Beitrag auf der Plattform „Humans of New Work“. Dass dieser Satz nicht nur so dahingesagt ist, zeigt neben ihrem hauptberuflichen auch ihr Engagement in Branchenverbänden wie der Account Planning Group Deutschland und dem Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA. Die Chief Strategy Officer der deutschen DDB-Group hat nach ihrer Amtszeit als GWA-Vorstand zuständig für das Ressort Kunden im November das Amt der Vizepräsidentin in dem Gremium übernommen.

In dieser Funktion hat Nina Rieke die Möglichkeit, einiges zu bewegen. Denn Verbandspräsident Benjamin Minack (Ressourcenmangel), den sie mit dem zweiten Vize Thomas Eickhoff (Grabarz & Partner) unterstützen soll, hat sich viel vorgenommen. Unter anderem hat er sich das Thema Diversität auf die Fahne geschrieben. Anfangen kann der Verbandschef in den eigenen Reihen: Nina Rieke ist neben (Noch-)JvM-Strategin Larissa Pohl eine von zwei Frauen in dem 18-köpfigen Gremium. Sie wird die Aufgabe sicher mit viel Engagement angehen – halbe Sachen macht Nina Rieke nicht.ems

Regina Schwob

Regina Schwob, Mediaplus
Regina Schwob, Mediaplus (© Falk Heller)
Regina Schwob ist keine, die sich in den Vordergrund spielt. Sie ist aber eine, die weiß, was sie will und was sie kann. Dieses Wissen gibt die Geschäftsführerin und Partnerin der Mediaplus-Gruppe gerne an den Nachwuchs weiter. Der kann sich freuen, denn die Mediaspezialistin hat viel zu bieten: Seit 1998 in der Mediaplus-Gruppe tätig, ist sie dort operativ als Geschäftsführerin für die Agentur Mediaplus Media 1 sowie übergreifend für die Personalentwicklung der Gruppe und die Geschäftsführung des Joint Ventures Wefra Mediaplus verantwortlich.

Warum Mediaplus so erfolgreich sei, wurde die Agenturmanagerin im Zuge einer Recruiting-Kampagne einmal gefragt. „Weil bei uns so viele tolle Leute arbeiten“, kam die Antwort ganz schnell. Das kann man als Öffentlichkeitsarbeit beziehungsweise Employer Branding werten – wer mit Regina Schwob aber einmal über eins ihrer Personalentwicklungsprojekte oder die Arbeit bei Mediaplus gesprochen hat, der weiß, dass sie es genau so meint. Ihre Leidenschaft sind „Mediastrategien, Mediastrategien, Mediastrategien“ – obwohl sie als Kind gerne Lehrerin geworden wäre. Und sie arbeitet mit ebenso viel Leidenschaft am Thema HR. Dabei geht es ihr nicht nur ums Fördern – besonders von weiblichen Talenten –, sondern auch ums Fordern. Es sei nicht nur Aufgabe der Agentur, darauf zu achten, dass die Mitarbeiter nicht rund um die Uhr arbeiten. Auch die Beschäftigten müssten ihre Work-Life-Balance im Auge behalten, sagte sie anlässlich des Programms „Building Best Talents“ vor rund zwei Jahren. Die erste Runde des High-Potential-Programms war übrigens rein weiblich besetzt. „Wobei Mediaplus kein Problem bei der Förderung hat, ich bin das beste Beispiel“, fügt sie dann noch öffentlichkeitswirksam an.ems

Diana Sukopp

Diana Sukopp, Grabarz & Partner
Diana Sukopp, Grabarz & Partner (© Grabarz & Partner)
Sie ist eine unglaublich lustige Geschichtenerzählerin, die es mühelos schafft, eine ganze Gesellschaft bei einem Business-Lunch in ihren Bann zu ziehen. So geschehen dieses Jahr am Rande der Cannes Lions, wo Diana Sukopp Mitglied der Jury war. Die hoch dekorierte Kreative ist seit 2013 Mitglied des Management Boards von Grabarz & Partner und leitet als Creative Group Head ein Team, das für den Kunden VW Nutzfahrzeuge verantwortlich ist. Zu ihren früheren Stationen zählen Publicis, McCann und Y&R – bei diesen Netzwerkagenturen arbeitete sie an den Standorten New York, Frankfurt und London. In ihrer Freizeit ist sie mindestens ebenso kreativ wie im Job. Sie zeichnet kleine Illustrationen und hat 2014 ihr erstes Buch veröffentlicht. In „Buchkommadas“ beschreibt Sukopp die chaotische Reise von vier Freunden nach San Francisco. Alles rein fiktional, versteht sich. Dabei hätte sie garantiert auch über ihr eigenes Leben einige Anekdoten parat gehabt. Aber in der Öffentlichkeit stellt sie ihr Licht lieber unter den Scheffel. Auf Amazon lautet die Beschreibung „Über den Autor“ deshalb auch nur: „Diana who??? Über die Autorin gibt es nicht viel zu sagen. Ihr Leben ist nicht interessant genug für euch alle. Deshalb schreibt sie ja phantasievolle Bücher.“ Und Werbekampagenen.bu

Annika Thiedke

Annika Thiedke, Freunde des Hauses/Hirschen Group
Annika Thiedke, Freunde des Hauses/Hirschen Group (© Günther Schng)
Die Frau strahlt. Auch wenn sie nicht will. Sie sei eben ganz hanseatisches Understatement, sagt Kollegin Sonja Schaub über die eher öffentlichkeitsscheue Annika Thiedke. Tatsächlich macht die Mitgründerin und Geschäftsführerin der Agentur Freunde des Hauses, die zur Hirschen Group gehört, kein Aufsehen um sich. Davon zeugen die wenigen Einträge, die zu der gebürtigen Hamburgerin auf Google zu finden sind.

Die Mutter von zwei kleinen Mädchen führt die Agentur in Teilzeit und „auf unaufgeregte und herzliche Art und Weise“ (Schaub) und hält damit ihren Strategie- und Kreativpartnern Thore Jung und Boris Schmarbeck den Rücken frei. Innerhalb der Hirschen Group ist sie Teil eines Frauennetzwerks, das in diesem Jahr unter anderem das jährliche zweitägige Hirschen Group „Familientreffen“ (Führungskräftetreffen) mit über 80 Teilnehmern am österreichischen Achensee organisiert hat und damit wichtige Impulse für die Themen kollaboratives Arbeiten und wertschöpfende Teamarbeit gegeben hat.

Dass sich bei der Hirschen Group, die von CEO Martin Blach und den beiden Executive Directors Bernd Heusinger und Marcel Loko geführt wird, etwas bei der Förderung von Frauen tut, zeigt unter anderem die Tatsache, dass Annika Thiedke 2012 kurz nach ihrer Rückkehr aus der ersten Elternzeit zur Geschäftsführerin berufen wurde – das kann man als durchaus ungewöhnlich für viele Werbeagenturen bezeichnen, bei denen Frauen nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit häufig in irgendwelchen administrativen Jobs „geparkt“ werden.

Seitdem hat die seit 2012 amtierende Agenturgeschäftsführerin einiges mit ihren Kollegen bewegt – sie ist unter anderem für die Organisation der internen und externen Agentur-Kunde-Dienstleister-Beziehungen verantwortlich. So wurde das Beratungsteam im August neu aufgestellt und seit Oktober ist die neue zweite Führungsebene komplett.ems

Daniela Trollert

Daniela Trollert, Group M
Daniela Trollert, Group M (© Group M)
Daniela Tollert trägt eine dieser Berufsbezeichnungen, die erst mit der Digitalisierung entstanden sind: Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin ist Chief Activation Officer M-Platform bei der Group M Germany, Deutschlands mit Abstand größter Mediamacht, einer Holding mit 2000 Mitarbeitern. Schon bevor sie diesen Job im April 2017 übernommen hat, galt sie als Fachfrau für alles Digitale. Deshalb fungierte sie auch in den acht Monaten zuvor als Chief Integration Officer, also als Motor der Transformation, der die Zusammenarbeit der Einzelagenturen mit den Spezialisten im Netzwerk verbessern soll. In ihrer aktuellen Funktion verantwortet sie die technische und operative Bereitstellung und Implementierung (Activation) aller Group-M-Angebote und Services – von (programmatischen) Produktangeboten (wie Xaxis und LR) und Services (Programmatic Business Unit) bis zu AdOperation. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf dem operativen Rollout und der kontinuierlichen Weiterentwicklung von M-Platform, der zentralen Technologiesuite der Group M. Zu ihren weiteren Aufgaben gehören der Aufbau und die Implementierung von Partnerschaften mit externen Unternehmen, Vermarktern und Dienstleistern zur Komplettierung der digitalen Kompetenz im Netzwerk. Zudem verantwortet Daniela Tollert medienübergreifend Ausbau und Umsetzung des programmatischen Angebots für Kunden von Group M. Außerdem soll sie Digital Services innerhalb der Gruppe konsolidieren.ems

Victoria Wagner

Victoria Wagner, Ketchum
Victoria Wagner, Ketchum (© Ketchum)
Sollte Victoria Wagner mal irgendwann keine Lust mehr auf ihren Job als CEO bei der Public-Relations-Agenturgruppe Ketchum haben, könnte sie sich sicherlich sehr erfolgreich mit einer Beratungsfirma in Sachen Frauenförderung selbstständig machen. Die Agenturmanagerin, die die Verantwortung für rund 400 Mitarbeiter bei den drei Agenturen Ketchum Pleon, Brandzeichen und Emanate trägt, leitet ein Unternehmen, das einen Frauenanteil von mehr als 78 Prozent im Leadership-Team der Gruppe vorweisen kann – im Executive Board sind es sogar 83 Prozent. Das liegt zwar auch an der Tatsache, dass Frauen ebenfalls rund 80 Prozent der Belegschaft stellen. Aber vor allem eben daran, dass nach Qualifikation befördert wird. Zum Vergleich: In anderen Agenturen beträgt der Anteil an weiblichen Mitarbeitern etwa 60 Prozent, die Teamleader-Ebene erreichen dort etwa 19 die 2. Führungsebene 6,5 und das General Management 2 Prozent von ihnen.

Die Frage, was ihr auf ihrem Karriereweg besonders geholfen hat, beantwortet die Mittvierzigerin und zweifache Mutter auf dem Portal PR Career Center mit „Leidenschaft, Netzwerk, Rückhalt der Familie und Mentor“. Omnicom, das Agenturnetzwerk, zu dem Ketchum gehört, ist Teil ihres persönlichen Netzwerks. Ein Teil, in dem Gleichstellung insgesamt großgeschrieben wird. Das konnten rund 150 geladene weibliche Führungskräfte im März beim ersten deutschen OmniWomen Summit erleben. Dabei wurde unter anderem verkündet, dass in allen deutschen Agenturen des Networks, darunter BBDO, DDB und TBWA, der Anteil weiblicher Führungskräfte bis 2020 von derzeit 13 auf 30 Prozent gesteigert werden soll. Wie das klappen soll? Mit weiblichen Chefs wie Victoria Wagner und der künftigen internationalen CEO Barri Rafferty, die ab 2018 den Chefsessel besetzt, aber auch mit Männern wie BBDO-CEO Andrew Robertson, der in den USA bereits die Hälfte der Führungsjobs an Frauen vergeben hat.ems

Christiane Wolff

Christiane Wolff, Serviceplan
Christiane Wolff, Serviceplan (© Mica Wintermayr)
Christiane Wolff ist immer unterwegs. Wer ihr Facebook-Profil verfolgt, sieht Bilder von Branchenveranstaltungen, aus dem Urlaub, von Konzert- und Theaterbühnen, und sie selbst vor allem beim Netzwerken mit und für Frauen. Neben ihrem Job als Chief Corporate Communications Officer, in dem sie für die weltweite Unternehmenskommunikation der Serviceplan-Gruppe verantwortlich ist und als Mitglied der Geschäftsleitung von Deutschlands größter inhabergeführter Agenturgruppe fungiert, liegt ihr besonders dieses Thema am Herzen.

Die Theater-, Film- und Medienwissenschaftlerin engagiert sich seit Jahren für die Förderung von „Expertinnen in der Kommunikations- und Medienbranche“, wie sie auf der Website des von ihr 2001 gegründeten „Nettwerk“ schreibt. Darüber hinaus ist sie Mitbegründerin der Women Speaker Foundation.

Wie Karriere in der Kommunikationsbranche geht, hat sie selbst gezeigt, unter anderem mit Stationen bei Wilde & Partner, S&L Medianetworx sowie F&H Porter Novelli, bevor sie 2011 bei Serviceplan eingestiegen ist. Dass sie es trotzdem erst 2017 zum ersten Mal geschafft hat, das Kreativfestival Cannes Lions zu besuchen, überrascht. Aber auch dort war Christiane Wolff ohne Unterlass unterwegs – wo überall, ist auf Facebook nachzulesen.ems



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