No Branded Blockbuster

Warum Marken Podcasts noch immer nicht verstanden haben - und wie sie es lernen können

Montag, 27. Juli 2020
Marken haben die Audio Revolution überhört. Wer die Chancen für die eigene Kommunikation nicht erkennt, wird zukünftig den Anschluss verlieren. Dieser Überzeugung sind die beiden Audio-Experten Paul-Christian Brenndörfer und Julian Krohn von Jung von Matt und White Horse Music. In ihrem Debattenbeitrag bei HORIZONT Online schreiben sie über veraltete Ansichten und fehlende Experimente bei der Audio-Strategie von Marken.
Podcasts sind das Medium des Moments. Erst kürzlich, am 25. Juni 2020, hat Christian Drostens Corona-Podcast den Grimme Online Award gewonnen. Nicht immer sind Preise wie dieser Ausdruck von aktuellen Medientrends. Oft sind lange zuvor begonnene Entwicklungen Grundlage dafür, Shows auszuzeichnen, die neue Maßstäbe setzen oder genau im richtigen Moment kommen – wie im Fall von Drosten. Bis Juni erreichte sein Podcast über 40 Millionen Aufrufe.

Doch nicht erst seit Corona finden Podcasts ein deutsches Millionenpublikum. Heute hören bereits 13 Millionen Deutsche wöchentlich Podcasts. Anders als bei Videos sind die Abspielzahlen bisher nicht transparent, doch die deutschen Top Ten lassen sich im mittleren sechsstelligen Bereich verorten. Obwohl Top-Märkte wie Großbritannien (16 Mio. Hörer) oder die USA (111 Mio.) schon ein vielfältigeres Angebot bieten, muss sich der deutsche Markt nicht verstecken: Auf Spotify finden sich heute über 12.000 Podcasts in deutscher Sprache, darunter einige wenige von Marken. Jedoch keiner davon mit nennenswertem Erfolg.

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