Agenturen und Industrie

Mit perfekten Prozessen in den Untergang

Freitag, 08. Januar 2021
Corona beschleunigt derzeit das, was wir nicht aufhalten können. Die Welt dreht sich rasanter, die Wirtschaft krempelt sich um. Und die deutsche Industrie? Die hofft, sich mit perfekt etablierten Prozessen über die Zeit zu retten. Hauptsache die Qualität der Produkte stimmt. Doch das reicht nicht mehr. Wir brauchen Geschwindigkeit, einen Plan und Mut zum Experiment. Waren die Kreativagenturen nicht für letzteres zuständig? Wo sind sie heute? Gefangen in einer Zulieferer-Kette. War das schon immer so? Dieser Frage geht Armin Berger, Gründer der Berliner Digitalagentur 3pc, in seinem Gastbeitrag bei HORIZONT Online nach.
Ein Beispiel aus dem Jahr 2001: Ich stieß auf einen Link, der mich zu einer Website von BMW führte. Ich traute meinen Augen nicht. Das waren Werbefilme in Form von 7-minütigen Action-Blockbustern mit Clive Owen in der Hauptrolle und Madonna oder Gary Oldman in Nebenparts. Ich las ungläubig die Credits: Producer Ridley Scott, David Fincher; Director Guy Ritchie, Ang Lee, Tony Scott… Was ich nirgends las, war BMWs staubiger Werbespruch "Freude am Fahren". Kein Logo weit und breit.

Heute wissen wir, dass die "The Hire"-Filmreihe die Geburtsstunde des Content Marketings war. Die Serie katapultierte BMW in Film-Festivals und inspirierte weitere Blockbuster wie "Transporter". Doch die Filme waren nicht nur gut fürs Prestige.

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