Modelabel Bonita

Werbequatsch, leider von Heimat

Donnerstag, 10. September 2015
Auch Ausnahmeagenturen machen manchmal Werbung, die für Zuschauer eine Qual ist. Der Spot der Hornbach-Agentur Heimat für die Modemarke Bonita ist so ein 30-sekündiger Reklamequatsch.
Wer erstmals ins Massenmedium Fernsehen geht, will in der Regel seine Marke oder sein Produkt bei mehr Menschen bekannt machen. Das gelingt am besten, wenn man einen Spot kreiert, der entweder außergewöhnlich kreativ ist oder seine Botschaft klar und deutlich formuliert. Oder – und das ist die beste Lösung: Er verbindet beide Ansätze.




Letzteres ist Heimat mit vielen seiner Kunden gelungen: Hornbach, Volksbanken Raiffeisenbanken, CNN oder Otto, um nur einige zu nennen.


Wenn man pädagogische Absichten hätte, könnte man Im Falle Bonita sagen: „Aller Anfang ist schwer.“ Doch in dieser Form hätte sich das Modelabel aus dem Hause Tom Tailor den, wie man sieht, gar nicht so einfachen Schritt ins Massenmedium TV besser sparen können.


Ein Fußballkommentator würde sagen: „Heimat hat einen schlechten Tag erwischt.“ Und Regisseur Esthan B. und die Produktion Wanda fabrizierten aus dem Script eine Abfolge von peinlich ambitionierten Bildern zu einer unverständlichen Geschichte. Das ist weder kreativ noch klar. Das bringt nicht die Marke voran. Schade.

Ich bin zwar nicht Zielgruppe, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass der Film bei der Frau über 40 verfängt. Die einzige Message, die bei mir haften bleibt, geht ungefähr so: „Schrecklich, wie schlecht Werbung sein kann.“

Glaubt mir jetzt keiner?

Dann sich bitte noch 30 Sekunden Zeit nehmen und den Spot anschauen.




Nachtrag, Donnerstag, 16 Uhr 30. Den Kommentar hatte ich auf Twitter folgendermaßen angeteasert:
Stimmt aber nicht, den Etat verantwortet Heimat Hamburg. Sorry, Heimat Berlin. Das kommt davon, wenn man zu schnell Twitter-Adressen sucht und kopiert.
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