Stefan Zschaler

Meine Top-5 Skiabfahrten

Dienstag, 09. Dezember 2014
Stefan Zschaler: "Skifahren ist der erholsamste Urlaub für mich"
© privat
Stefan Zschaler: "Skifahren ist der erholsamste Urlaub für mich"
Stefan Zschaler, Co-Gründer von Leagas Delaney in Hamburg, ist ein eingefleischter Skifan. Das erkennt man spätestens bei diesen emotionalen Worten, mit denen er sein Winterhobby beschreibt: "Eine Woche durch verschneite Berge ersetzt zwei Wochen Rumliegen am Strand." Man sei den ganzen Tag an der frischen Luft und gezwungen, sich auf die Bewegung zu konzentrieren. "Du kannst also gar nicht an die Agentur denken (ok, vielleicht im Lift). Du überwindest in wenigen Minuten Hunderte von Höhenmetern. Es ist ein berauschendes Gefühl, auf dem Gipfel zu stehen und die majestätischen Zwei- und Dreitausender um dich herum zu betrachten. Du blickst ins Tal, fährst ab und befindest dich Minuten später schon wieder an dem Ort, auf den du eben noch von oben herab geguckt hast." Für HORIZONT Online hat Zschaler seine fünf Lieblings-Skiabfahrten zusammengestellt.

1.

Alp Ruschein, Skigebiet Films/Laax, Graubünden/Schweiz

Alp Ruschein, Skigebiet Films/Laax, Graubünden/Schweiz
© Screenshot bergfex.ch
Alp Ruschein, Skigebiet Films/Laax, Graubünden/Schweiz
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Du fährst auf den höchsten Punkt des Skigebietes hoch, den Vorab Gletscher (3018m), um dann eine kleine unscheinbare Scharte zu suchen, von der aus du in das Ruschein Tal abfährst. Ein Hang, der selten geöffnet ist. Mit einem sehr steilen Einstieg. Bei Sonne genießt man ein unvergleichliches Panorama. Nur der Weg zurück kann schmerzhaft werden. Er erfolgt mit einem Sessellift der Marke „Kniehauer“. Da die Piste selten geöffnet ist, sitzt du in einem Modell aus den 60er Jahren. Die beste Hütte des Skigebietes: Tegia Larnags

2.

Madloch, Skigebiet Lech/Zürs, Arlberg/Österreich

Madloch, Skigebiet Lech/Zürs, Arlberg/Österreich
© bergfex.at
Madloch, Skigebiet Lech/Zürs, Arlberg/Österreich
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Du fährst von Zürs mit dem Sessellift hinauf zum Zürser See. Dort folgt eine kurze Abfahrt zum Madloch-Lift. Der bringt dich hoch zur Piste. Ein ziemlich zugiger Lift. Doch die Abfahrt entschädigt dich, denn sie ist der Traum an Variantenreichtum. Ein steiler Einstieg, dann eine deftige Schussstrecke, bei der du es krachen lassen musst, sonst folgt ein zäher Stöckel-Teil. Danach kannst du wählen, ob du Buckel, Offpiste oder einfach nur schöne steile Pisten abwedeln willst. Wer unten in dem idyllischen Dorf Zug eine Jause machen will, sollte sich die Rote Wand gönnen - das beste Hotel des Skigebietes mit genialer Küche.

3.

Mont Fort, Skigebiet Verbier, Wallis/Schweiz

Mont Fort, Skigebiet Verbier, Wallis/Schweiz
© bergfex.ch
Mont Fort, Skigebiet Verbier, Wallis/Schweiz
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Die höchste Stelle des Skigebietes über Verbier ist der Mont Fort. In der kleinen engen Gondel kannst du erst mal deine klaustrophobische Veranlagung testen. Es geht auf 3.329 Meter hoch. Wer es danach wissen will, kann sich den Steilhang genau unter der Gondel geben. Unten kommst du bei dieser Abfahrt auf jeden Fall an, fragt sich nur, ob mit oder ohne Ski. Einen Sturz darfst du dir nicht erlauben. Wer nicht so lebensmüde sein möchte, kann auch einen etwas komfortableren Weg am Bergkamm entlang wählen. Das wildeste Aprés-Ski Durcheinander des Skigebietes: Pub Mont Fort

4.

Schindlerkar, Skigebiet St. Anton, Arlberg/Österreich

Schindlerkar, Skigebiet St. Anton, Arlberg/Österreich
© bergfex.at
Schindlerkar, Skigebiet St. Anton, Arlberg/Österreich
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Im Schneeloch St. Anton geht immer was. Die Schindler-Spitze ist nicht der höchste Berg des Skigebietes (2647m), aber wenn du mit dem 3er Sessellift oben ankommst (auch ein ziemlich frostiges Ding) und kurz nach Ausstieg rechts abbiegst, dann offenbart sich auf der Ostseite des Schindlergrats eine kernige Steilrinne. Die Abfahrt ist nach starkem Schnellfall eine herrlich butterweiche Angelegenheit, doch kann danach schnell zur herausfordernden Buckelpiste werden. Die lautesten Après-Ski Parties mitten im Skigebiet: Krazy Känguru.

5.

Morteratsch Gletscher, Pontresina, Graubünden/Schweiz

Morteratsch Gletscher, Pontresina, Graubünden/Schweiz
© skigebiete-test.de
Morteratsch Gletscher, Pontresina, Graubünden/Schweiz
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Du fährst hinter Pontresina mit der Gondel zur Diavolezza hoch. Wenn du Glück hast, ist die Piste über den Gletscher offen und du fährst rechts die längste Gletscherabfahrt der Schweiz hinunter. Sie ist gesichert, aber nicht präpariert und rund 10 Kilometer lang. Du musst konditionsstark sein, denn sie kann bis zu 45 Minuten dauern. Es ist keine schwere Abfahrt (nur ein kurzes Stück). Aber sie zieht sich. Eine traumhafte Bergkulisse erwartet dich. Am Ende der Abfahrt findest du eine Sonnenterrasse an der Station der Rhätischen Bahn: Hotel Morteratsch. Stefan Zschaler

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