Lars Kreyenhagen

Meine Top 5 Tennisspieler

Montag, 09. März 2015
Novak Djokovic
© Screenshot Youtube / WORLDMEDIANEWZ
Novak Djokovic
Der weiße Sport hat es ihm angetan. Es sei der Wettkampf, dieses direkte Eins gegen Eins, und jede Menge Psychologie, die Tennis so faszinierend mache. Für Lars Kreyenhagen, Co-Gründer von Karl Anders in Hamburg, gab es nie einen Grund, mit dem Tennis aufzuhören - ganz im Gegenteil. Er ist auch heute noch beim SV Victoria in Hamburg in der Regionalliga aktiv und wurde in den vergangenen Jahren sowohl im Einzel auch mit der Mannschaft Norddeutscher Meister und gilt laut eigenen Angaben als einer der besten Tennisspieler in der Branche. Auf HORIZONT Online präsentiert er seine Lieblingsspieler - es sind ein paar mehr als fünf geworden.

1.

Ivan Lendl und Boris Becker

Hier sind schon gleich zwei der faszinierendsten Spieler aller Zeiten zu sehen. Ivan Lendl, die emotionslose Ballmaschine aus der Tschechoslowakei, der seine Gegner mit seiner stoischen Ruhe und seinen immer wieder in gleicher Geschwindigkeit über das Netz jagenden Vor- und Rückhand-Topspins schier zur Verzweiflung brachte. Frei von Emotionen, aber nie frei von Sägespänen, die er immer in der rechten Hosentasche trug.
Und auf der anderen Seite Bum-Bum-Boris. Voller Emotionen, sein langgezogenes Miiiiiiiist wurde zur Legende, ebenso wie der Leimener selbst. Mit 17 Jahren steigt er empor in den Tennisolymp als jüngster Spieler aller Zeiten, der auf dem heiligen Rasen in Wimbledon triumphiert. 




Diese Momente zwischen Lendl und Becker sind der absolute Wahnsinn und zeigen eindrucksvoll, wie dicht Sieg und Niederlage bei Tennis beieinander liegen. Am Ende entscheidet ein Netzroller und beweist einmal mehr, wie grausam Tennis sein kann.


Übrigens sind beide Helden auch als Trainer sehr erfolgreich, Becker aktuell bei Novak Djokovic (Nummer 1 der Welt) und Lendl war es von Andy Murray, der unter seinen Fittichen seinen ersten Grand Slam gewinnen konnte.



2.

Jimmy Connors

Wenn man beim Tennis an Rekorde denkt, fällt schnell der Name James Scott "Jimmy" Connors, der auch mit über 40 noch ziemlich genial auf der Tour gespielt hat und einen Status erlangte, der ihm schier alles auf dem Platz erlaubte. Connors ist Kult.
Sein legendärer Alu-Schläger und diese permanente Haltung in den Knien sind wirklich unfassbar. Jeder Tennisspieler sollte mal versuchen, in dieser Haltung und mit dieser Rakete zu spielen, dann weiß man, was Connors schon an der Basis geleistet hat. Connors war früher jedes Mittel Recht, um Stimmung zu machen. Er brachte Publikum und Schiedsrichter gegen sich und gegeneinander auf und schien bei allen Mätzchen nahezu immer Herr der Lage zu sein. Connors gilt einer Studie einer amerikanischen Uni zu Folge als erfolgreichster Spieler aller Zeiten.



3.

Roger Federer

Der Maestro darf natürlich nicht fehlen. Stets ein Gentleman, immer freundlich, gut gelaunt und unglaublich beliebt bei Gegnern, Publikum und auch allen Offiziellen. Roger Federer ist so wie er spielt. Seine Eleganz ist unübertroffen, er kann jeden Schlag in der perfekten technischen Ausübung und ist nicht nur für mich der beste Spieler aller Zeiten. Unglaublich, wie er jetzt gegen Ende seiner Karriere auf diese Art und Weise Serve and Volley spielt. Hut ab!



4.

Novak Djokovic

Dieser Ballwechsel zwischen Rafael Nadal (dem besten Sandplatzspieler aller Zeiten) und Novak Djokovic zeigt das beste Tennis, was man auf Hardcourt spielen kann. Der ewige Kampf um die Grundlinie. Keiner der beiden Spieler weicht zurück, das Tempo und die Härte der Schläge sind unfassbar, und die Athletik ist der Wahnsinn. Wer schon mal auf Hardcourt gespielt hat, weiß, dass es nahezu unmöglich ist, auf diesem Belag zu rutschen. Keine Ahnung, wie Djoker Nole das macht. Zwei unglaubliche Sportler, die immer alles geben, bis zum letzten Ballwechsel kämpfen und höchstes Ansehen genießen. Für mich persönlich ist der Djoker aktuell der beste Spieler. Und er ist ein sensationeller Entertainer und Imitator anderer Spieler, wie dieses Video hier spitzenmäßig zeigt: 
Nette Anekdote am Rand: Als ich 1998 als Tennistrainer im Robinson Club auf Mallorca gearbeitet hatte, standen da plötzlich Toni und Rafa Nadal auf der Suche nach einem Sparringspartner für den damals 11-jährigen Burschen. In dem Jahr konnte ich ihn noch bezwingen. 2001 ging er dann schon auf die Tour, und 2002 gewann er sein erstes ATP-Match. Was dann folgte, ist längst in die Geschichtsbücher des Tennis eingegangen.



5.

Pete Sampras und André Agassi

Natürlich dürfen diese beiden Spieler in meiner Liste nicht fehlen: Pistol-Pete und der Punk Agassi, Legenden des weißen Sports. Es war eines der spannendsten Duelle im gesamten Tennis überhaupt. Sampras mit seinem unnachahmlichen Drang zum Netz. Und Agassi, der wohl beste Passierball- und Returnspieler der Welt. Unvergessen wie er 1992 in Wimbledon triumphiert hat, mehr direkte Returnwinner als sein Gegner Goran Ivanisevic Asse schlug. Und auf dem Weg zum Sieg konnte er Becker und McEnroe bezwingen. 

Ich weiß, ich weiß. Nur 5. Aber auf einen Spieler kann ich wirklich nicht verzichten: John McEnroe - Big Mac:
Und dieses Video ist nur stellvertretend für seine aufbrausende Art und seine Wutanfälle. Vor ihm war niemand sicher. Aber er ist eben auch ein genialer Spieler, niemand hat mehr Touch gehabt. Und für alle Tennisspieler da draußen: Nehmt mal einen alten 200G mit ner 8,5 Darmsaite und 19 Kilo bespannt und versucht damit aufzuschlagen. You cannot be serious!

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