"The Deforestation Beat"

Warum McCann mit Popstars auf das Waldsterben aufmerksam macht

McCann und Virgin Radio machen auf die Abholzungen des Regenwalds in Rumänien aufmerksam
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McCann und Virgin Radio machen auf die Abholzungen des Regenwalds in Rumänien aufmerksam
Illegale Rodungen in Rumänien sorgen dafür, dass pro Stunde etwa 10.000 Quadratmeter Wald verschwinden. Das ist besonders dramatisch, weil das Land zwei Drittel der urtümlichen Waldgebiete Europas beheimatet. Um über die Problematik aufzuklären, starten der WWF, Virgin Radio und McCann Bukarest eine Kampagne - und setzen dabei auf den emotionalisierenden Faktor Musik.
"The Deforestation Beat" heißt der Auftritt, der auf einer simplen Idee basiert: Fast sekündlich wird im rumänischen Urwald ein Baum gefällt, was dazu geführt hat, dass die Gesamtfläche auf einen Restbestand von zwei Prozent reduziert wurde. Um auf den drohenden Kahlschlag aufmerksam zu machen, hat McCann die bekannten rumänischen Musiker INNA, Mihail, Vanotek, Grismus und DJ Shiver verpflichtet und dazu aufgefordert, basierend auf diesem Beat der Abholzung einen Song aufzunehmen.
Das Ergebnis halten Virgin Radio und WWF auf einer Landingpage, auf Youtube und Shazam bereit. Speziell die Musikerkennungs-App spielt eine zentrale Rolle: Vor dem Abspielen der Songs auf Shazam wird auf die illegale Rodung in Rumänien aufmerksam gemacht. Zudem rufen die Musiker dazu auf, für den WWF zu spenden. Auf einer virtuellen Landkarte von Virgin Radio kann nach dem Spenden ein Baum gepflanzt werden.


"Unsere Kampagne übersetzt ein großes Umweltproblem in die Sprache der Jugend und macht es ihnen einfach, sich zu engagieren und etwas gegen das Waldsterben zu tun", erklärt Oriete Hulea, Director bei WWF in Rumänien. "Radio und Podcasts sind Teil des Lebens junger Menschen und wir wollten sie genau dort abholen, wo sie ihre Zeit verbringen und dort zur Rettung der Wälder animieren. Ganz einfach - vom Beat zum Klick zur Rettung des Urwaldes."
Catalin Dobre, Chief Creative Officer bei McCann Bukarest, ergänzt: "Die Überflutung mit Zahlen und Statistiken zu den Problemen unserer Welt hat dazu geführt, dass uns immer weniger beeindruckt und zum Engagement motivieren kann." Deshalb habe es in der Kampagne an erster Stelle gestanden, die Zahlen mit Leben zu füllen und den Takt einer der größten Umweltsünden in Europa in Beats zu verwandeln, die jeder versteht und so den Schutz des letzten Urwaldes wieder ins Bewusstsein zu rücken. tt
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