#representlove

Tinder startet eine Petition für interkulturelle Pärchen-Emojis

Mit dem Hashtag #representlove will Tinder Multi-Kulti-Paar-Emojis einführen
© Tinder
Mit dem Hashtag #representlove will Tinder Multi-Kulti-Paar-Emojis einführen
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Es gibt Emojis mit unterschiedlichsten Haut- und Haarfarben, Emojis mit Kopftuch und Emojis mit allen möglichen Familienkonstruktionen. Es gibt auch Emojis mit verschiedensten Paarkonstruktionen, sowohl hetero- als auch homosexuelle Paare kommen vor. Doch was es nicht gibt, sind Emojis, die Multi-Kulti-Paare darstellen. Das will die Dating-App Tinder nun ändern und startet eine Kampagne mit zugehöriger Petition.
"Während Emojis für Menschen dunkler Hautfarbe sowie für gleichgeschlechtliche Paare bereits 2015 Realität geworden sind, bleibt eine Gruppe nach wie vor von der Repräsentation ausgeschlossen: interkulturelle Paare. Wir bei Tinder setzen uns dafür ein, dass jeder repräsentiert wird und sichtbar ist. Liebe ist universell, und es ist an der Zeit, dass interkulturelle Paare in unserer universellen Sprache repräsentiert werden", fordert Tinder auf der Kampagnenwebsite.


Um dieses Ziel zu erreichen, startet die Dating-App nun die Kampagne #RepresentLove. Zu den Maßnahmen gehören ein Video, eine Website sowie eine Petition. Letztere ging vor zwei Wochen online, bislang haben über 2.600 Menschen unterzeichnet (Stand: 28. Februar).

Nach Ablauf der Petition reicht Tinder seine Forderung bei Unicode Consortium ein, dem für Emojis zuständigen Dachverband. Die Einreichung soll auch einen Vorschlag beinhalten, wie die interkulturellen Paar-Emojis technisch und praktisch umgesetzt werden können. Wenn die Genehmigung erfolgt ist, müssen die Piktogramme plattformübergreifend standardisiert werden. Der Prozess könnte allerdings etwas Zeit in Anspruch nehmen: Die Überprüfung, Bewilligung und Standardisierung der Emojis kann bis zu zwei Jahre lang dauern, informiert Tinder.


Durch das gestern veröffentlichte Kampagnenvideo dürfte die Petition nun noch einmal Aufwind bekommen. Im Einminüter werden verschiedene Pärchen beim Dating gezeigt. In den Szenen werden auf smarte Weise Emojis eingebunden, die es bereits gibt - sei es eine Rose, die ein Mann einer Frau überreicht, oder die Popcorntüte beim Kinobesuch. Am Schluss führt Tinder die Emojis vor Augen, die es nicht gibt - Multi-Kulti-Paar-Piktogramme - und fordert die Nutzer auf, die Petition zu unterschreiben. Für das Video zeichnet die Agentur Marcel Sydney verantwortlich.

Neben der Petition und dem Verbreiten des Videos im Web startet Tinder ein Gewinnspiel: Um teilzunehmen, sollen Pärchen ein Foto von sich in Emoji-Haltung posten und Tinder mit #representlove taggen. Wer mitmacht, hat die Chance, eine Emoji-Version von sich selbst zu gewinnen. Allerdings läuft das Gewinnspiel nur bis heute und nur die ersten 400 Einreichungen werden berücksichtigt. Außerdem wird die Kampagne in Deutschland von Promi-Paaren unterstützt, die ihr eigens kreiertes Emoji auf Instagram posten: Veronika Heilbrunner und Justin O'Shea sowie Karmela Shako und Lionel Some. Auch Collien Ulmen-Fernandes wurde engagiert.


Seine Emoji-Idee führt Tinder unter anderem auf eine US-Studie zurück, die gezeigt hat, dass die wachsende Beliebtheit von Dating-Apps möglicherweise eine Auswirkung auf das Wachstum binationaler Ehen hat. Daraufhin startete Tinder eine eigene Umfrage zu multi-kulturellen Beziehungen. "Laut der Umfrage erweitert Online-Dating deinen Horizont und macht aus dir einen offeneren Menschen. Durch die Möglichkeit, Menschen zu treffen, die nicht zu deinem sozialen Netzwerk gehören, steigt die Wahrscheinlichkeit der Diversität", fasst Tinder die Ergebnisse auf der Landingpage zusammen. Aus diesem Grund sei aus auch der Zeit, sich für binaturale Pärchen-Emojis stark zu machen. bre
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