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Dieses bewegende Projekt erinnert an das Schicksal von ertrunkenen Flüchtlingen

Die Initiative #TheOtherSoundOfTheSea wurde von der spanischen Kommission für Flüchtlingshilfe gestartet
© CEARefugio
Die Initiative #TheOtherSoundOfTheSea wurde von der spanischen Kommission für Flüchtlingshilfe gestartet
Der Klang des Meeres ist für viele beruhigend und lässt einen beinahe zwangsläufig an Urlaub denken - für andere ist er gleichbedeutend mit dem Tod. Denn seit Beginn des 21. Jahrhunderts sind 40.000 Flüchtende im Mittelmeer ertrunken. Damit sie nicht in Vergessenheit geraten und um der Diskussion um Seenotrettung neuen Schwung zu verleihen, startet die spanische Kommission für Flüchtlingshilfe (CEAR) gemeinsam mit Ogilvy Spanien und Twitter die bewegende Kampagne #TheOtherSoundofTheSea.
Der konkrete Auslöser für #TheOtherSoundOfTheSea sind die 300 Geflüchteten, die 2018 beim Versuch, die spanische Küste zu erreichen, ums Leben kamen. Um an ihre Geschichten zu erinnern, platzierten die Kampagneninitiatoren 300 präparierte Muscheln an verschiedenen spanischen Stränden. Genau dort, wo Flüchtlinge ankommen. In jeder Muschel steckt ein Chip samt Lautsprecher. Wenn ein Strandbesucher die Muschel aufhebt und sie sich ans Ohr hält, startet eine Tonspur. Darauf erzählt ein Flüchtling von seinen Erlebnissen auf dem Weg nach Europa.
Das Projekt #TheOtherSoundOfTheSea findet auch im Netz statt: Twitter konnte als Partner für die Initiative gewonnen werden. Interessierte können sich die Berichte der Flüchtlinge in speziellen Threads in dem sozialen Netzwerk anhören. Auf dieser Basis wollen CEAR, Ogilvy und Twitter nun eine europaweite Diskussion über Flüchtlingshilfe mit den Hashtags #TheOtherSoundOfTheSea beziehungsweise dem spanischen Äquivalent #ElOtroSonidoDelMar ins Rollen bringen.
Dass die Menschen für den Flüchtlingsschutz und Seenotrettung aktiviert werden können, machten kürzlich Satiriker Jan Böhmermann und Moderator Klaas Heufer-Umlauf deutlich. Die beiden starteten - ebenfalls über Twitter - einen Spendenaufruf für Seenotretter, die sich vor Gericht dafür verantworten mussten, 230 Menschen vor dem Ertrinken gerettet zu haben. Auf diesem Weg kam etwa eine halbe Million Euro zusammen, die an die Rettungscrew und die Seenotrettungs-Initiative gespendet wurde. bre 
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