McCann London

Warum gegen Schmerzen nur das gute alte "F*ck!" hilft

Nurofen lässt Probanden ihre Hand in eiskaltes Wasser tauchen
© Screenshot Youtube
Nurofen lässt Probanden ihre Hand in eiskaltes Wasser tauchen
"Scheiße" sagt man nicht, heißt es bekanntlich. Wenn man sich verletzt, kann Fluchen allerdings ein echter Segen sein. Psychologen haben den schmerzlindernden Effekt der Schimpftiraden bereits beweisen können. Auf dieser Erkenntnis baut nun eine neue Werbekampagne von Nurofen in Großbritannien auf. Die Arzneimittelmarke begibt sich auf eine humorvolle Suche nach einem gesellschaftsfähigeren Schimpfwort als das F-Wort.
Gibt es ein Schimpfwort, das in der Gesellschaft akzeptiert ist und gleichzeitig eine schmerzlindernde Wirkung hat? Diese Frage versucht Nurofen in dem zweieinhalbminütigen Clip zu beantworten - und trommelt dafür ein Expertenteam zusammen, das sich ein solches Wort ausdenken soll. Das Team besteht aus dem Psychologen Richard Stephens, Sprachexpertin und Buchautorin Emma Byrne sowie Jonathon Green, einem britischen Lexikograph für Slang.


Die Gruppe diskutiert in dem von McCann London entwickelten Spot verschiedene Kunstwörter wie "Spynken", "Bultercump", "Crup" oder "Fouch" und lässt sie an Probanden testen, die ihre Hand in eiskaltes Wasser halten müssen. Nur um herauszufinden: Keiner dieser Neologismen hat auch nur ansatzweise einen schmerzlindernden Effekt. Professor Stepehens' amüsantes Fazit: "Wenn man wirklich Schmerzen hat, gibt es nichts besseres als ein gutes 'F*ck'."

Stephens lehrt Psychologie an der britischen Keele University und beschäftigt sich seit etwa 15 Jahren mit neurologischen Aspekten des Fluchens. 2009 fand der Wissenschaftler in einer Studie heraus, dass das Fluchen kurzfrisitg die Wahrnehmung von Schmerzen vermindert. Schreit jemand also laut "Scheiße", wenn er sich den kleinen Zeh am Tischbein stößt, hat das tatsächlich einen psychobiologischen Effekt. ron


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