Lynx

Die schrägen Rasier-Tutorials von 72AndSunny

Nur dank einigen Pixeln safe for work: die skurrilen ASMR-Tutorials von Lynx
© Lynx / Youtube
Nur dank einigen Pixeln safe for work: die skurrilen ASMR-Tutorials von Lynx
Spätestens seit der viel diskutierten Gillette-Kampagne "The Best Men Can Be" ist das Thema toxische Männlichkeit in der Werbewelt angekommen. Da kommt der neue Auftritt der Männer-Kosmetikmarke Lynx (hierzulande: Axe) in Großbritannien gerade recht. Dabei wählt die Unilever-Marke zusammen mit 72AndSunny eine komplett andere, witzige Tonalität - und erklärt in drei schrägen ASMR-Tutorials, warum Männer nun wirklich keine Angst davor haben brauchen, sich an gewissen Körperstellen zu rasieren. Köstlich!
Vier Minuten sind die Onlinevideos lang, die Lynx auf Youtube und in den sozialen Netzwerken veröffentlicht hat. Alle Filme spielen in einem Badezimmer, in denen ein nackter junger Mann zu sehen ist, der Tipps zum Rasieren von Brust, Beinen und Intimbereich gibt. Der Clou: Der Protagonist flüstert nicht nur, alle Geräusche, die er beim Einschäumen und Rasieren erzeugt, werden zudem von Spezialmikrofonen aufgenommen. Das Ergebnis ist ein extrem angenehmer Klang der Clips, die dem seit einigen Jahren bekannten Internettrend "Autonomous Sensory Meridian Response" (ASMR) folgen. Dieser beschreibt Videos, die für ein emotionales Kopfkribbeln und damit für Entspannung sorgen sollen.
Dass das im Fall der Lynx-Kampagne nur bedingt funktioniert und "ASMR" hier tatsächlich eher augenzwinkernd gemeint ist, liegt daran, dass der Zuschauer eher zum Lachen animiert als in eine mediative Stimmung versetzt wird. Denn das nerdige Testimonial überzeugt nicht nur mit seinen praktischen Tipps, die den Shower-&-Shave-Schaum von Lynx, bewerben sollen, sondern vor allem mit ulkigen Sprüchen und schrägen Vergleichen - Stichwort Kokosnüsse. Die Leitfrage aller Clips ist allerdings durchaus ernst gemeint und trifft spätestens seit Gillette den Zeitgeist: "Why can’t guys shave whatever they want?" Ja, warum eigentlich nicht?!
Produziert wurden die Clips von Caviar unter der Regie von Cloé Bailly. Für das Sound Design war Stainless Sound zuständig. Postproduktion und VFX kommen von Glassworks, Amsterdam. tt


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