Guinness Clear

Warum die Kult-Biermarke jetzt emotional für Leitungswasser wirbt

Mit glasklarem und erfrischenden Leitungswasser geht Guinness in die "Drink-Responsibly"-Offensive
© Guinness
Mit glasklarem und erfrischenden Leitungswasser geht Guinness in die "Drink-Responsibly"-Offensive
Seit vergangenem Freitag läuft das ruhmreiche Rugby-Turnier Six Nations, bei dem England, Frankreich, Irland, Italien, Schottland und Wales in 15 Spielen gegeneinander antreten. In diesem Jahr fungiert Guinness erstmals als Titelsponsor des Turniers - und nimmt das Engagement zum Anlass für eine ungewöhnliche Kampagne für ein noch ungewöhnlicheres Produkt.
Herzstück des Auftritts ist ein ironischer 30-Sekünder, in dem die irische Marke das Produkt "Guinness Clear" auf maximal ironische Weise vorstellt. Zu Musik, die fast schon aus einem Pornofilm entstammen könnte, bedient die verantwortliche Kreativagentur AMV BBDO alle gängigen Klischees der Bierwerbung: In Close-up-Einstellungen wird das Getränk, begleitet von einem pathetischen Voice-over, frisch gezapft und füllt in Zeitlupe das ikonische Guinness-Glas. Dazu sind mehrere Männer zu sehen, die ihr "Clear" mit geschlossenen Augen genießen. Kurz vor Schluss verrät die Einblendung "100% H2O" das, was der Zuschauer bereits vermutete: bei "Guiness Clear" handelt es sich schlicht um Leitungswasser.


Mit der Botschaft "Something less is more" will die Marke zu moderatem und verantwortungsbewusstem Alkoholgenuss aufrufen. Anders als andere Kampagnen zum Thema Responsible Drinking setzen Kunde und Agentur hier auf den Faktor Humor - und vermitteln so, dass sich niemand schuldig fühlen muss, wenn er in einem Pub statt einem Pint Bier ein Wasser bestellt. Guinness inszeniert die Kampagne neben den Kanälen TV und Online auch im direkten Umfeld des Six-Nations-Turniers. So kommen zum Beispiel kurze Clips mit den bekannten ehemaligen Rugby-Stars Brian O’Driscoll und Lawrence Dallaglio, die ein "Guiness Clear" trinken, zum Einsatz.

Bei AMV BBDO zeichnen Tim Riley (Copywriter), Zak Loney (Art Director), Miles Nathan (Producer), Nicholas Hulley, Nadja Lossgott (Creative Directors), Nick Andrew, Laura Hale, Mags Houston (Account Management), David Edwards (Planner) sowie Maxine Thompson (Business Affairs) verantwortlich. Produziert wurde der Spot von MJZ und Pull The Trigger. Regie führte Tom Kuntz. Postproduktion und VFX übernahm The Mill. Der Sound kommt von String and Tins. Mediaplanung und -einkauf steuert Carat. tt
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