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Warum McCann die Geschichte der Plastiktüte aus "American Beauty" weitererzählt

Greenpeace nutzt einen Filmklassiker für sein Storytelling zum Thema Plastikverschmutzung
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Greenpeace nutzt einen Filmklassiker für sein Storytelling zum Thema Plastikverschmutzung
"Amercian Beauty" gilt als moderner Filmklassiker. Das satirische Drama aus dem Jahr 1999 gewann unter anderem fünf Oscars, darunter den für den besten Film, die beste Regie und den besten Hauptdarsteller (Kevin Spacey). Greenpeace nutzt zusammen mit McCann in Chile jetzt eine ikonische Szene aus dem Film für eine Kampagne gegen die globale Plastikverschmutzung.
"American Ugly" heißt der 60-sekündige Onlinefilm, mit dem Kunde und Agentur ein Zeichen gegen die Verwendung von Einwegplastik setzen und die Menschen in Chile und Lateinamerika wachrütteln wollen. Dazu zeigt McCann eine berühmte Sequenz aus "American Beauty", in der die Figur Ricky eine Plastiktüte im Hinterhof filmt, die zwischen Blättern umhertanzt. Rickys Kommentar dazu: "Das ist das Schönste, was ich je gefilmt habe."


Aber ist es das auch noch 20 Jahre nach Erscheinen des Films? Nicht wirklich. Denn Greenpeace und McCann deuten in ihrem Spot die Geschichte der Plastiktüte zur "schlimmsten Sache, die je gefilmt wurde" um. Dazu zeigt das Duo, wie die Tüte zur Verschmutzung der Ozeane und der Umwelt beiträgt und welche Auswirkungen der Plastikmüll auf die Erde hat. Am Ende stellt die Non-Profit-Organisation die rhetorische Frage: "Is that the american beauty you want?"

Greenpeace will mit der Kampagne nicht nur Politik und Wirtschaft dazu auffordern, die Herstellung und Verbreitung von Einwegplastik drastisch zu verringern, sondern mit Kampagnen wie "American Ugly" gerade auch die Endverbraucher erreichen. Laut offizieller Mitteilung der NGO wolle man bei den Menschen in Lateinamerika das Bewusstsein dafür stärken, dass unter anderem acht Millionen Tonnen Plastik jedes Jahr in den Meeren landen.


Erst vor wenigen Wochen hat Pornhub mit dem Spot "The Dirtiest Porn Ever", der an einem der am stärksten verschmutzten Strände der Welt in der Karibik spielt, auf das Problem aufmerksam gemacht. Hierzulande häufen sich die Kampagnen, mit denen große Werbungtreibende für die Plastikreduktion im Einzelhandel sensibilisieren. Jüngstes Beispiel ist Edeka, das vor wenigen Tagen zusammen mit Jung von Matt/Next Alster einen drastischen Werbespot zum Thema vorgelegt hat. tt
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