Grandiose Simpsons-Hommage

Mit dieser Fressorgie machen zwei Schweizer Touristinnen Werbung für New Orleans

Die beiden Schweizer Illustratorinnen Katrin von Niederhäusern und Janine Wiget haben mit ihrem detailverliebten Video einen Viralhit gelandet
© Screenshot Youtube
Die beiden Schweizer Illustratorinnen Katrin von Niederhäusern und Janine Wiget haben mit ihrem detailverliebten Video einen Viralhit gelandet
Manchmal ist das Internet ja doch noch ein wunderbarer Ort. Den Beweis dafür liefern gerade zwei junge Illustratorinnen und Art Direktorinnen aus der Schweiz mit einem Video, das sich zum echten Viralhit entwickelt. Der Clip ist eine detailverliebte Hommage an ihren Zeichentrick-Helden Homer Simpson - und dessen Fressorgie in New Orleans aus der 29. "Simpsons"-Staffel.
New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana ist nicht nur berühmt für seine Jazz-Szene und ein pulsierendes Nachtleben, sondern auch für seine kulinarischen Köstlichkeiten. "Simpsons"-Schöpfer Matt Groening weiß das und hat den zahlreichen Restaurants der Stadt am Mississippi eine Folge in seiner Kultserie gewidmet. In "Lisa Gets The Blues" landen Lisa Simpson und ihr Vater Homer unplanmäßig in New Orleans. Und Homer hat natürlich nur Augen für die vielfältigen Fleisch- und Fischvariationen, die es dort zu verköstigen gibt. In einer 90-sekündigen Szene ist Homer dabei zu sehen, wie er insgesamt 54 Restaurants abklappert und - vor den Augens seiner kritisch bis gelangweilt dreinblickenden Tocher - jeweils ein Signature-Dish verschlingt.
Den bekennenden "Simpsons"-Fans und Illustratorinnen Katrin von Niederhäusern und Janine Wiget aus der Schweiz gefiel die Fressorgie der Kult-Serienfigur so gut, dass sie sie bei einem USA-Trip nachgestellt haben. Das Ergebnis ist nicht weniger als ein grandioses Stück Netz-Unterhaltung. Dabei stellen die beiden Protagonistinnen ihre Parodie und das "Simpsons"-Original und Splitscreen nebeneinander, so dass der Zuschauer auf den ersten Blick die große Detailverliebtheit erkennt - und zwar sowohl die der beiden Schweizer Artdirektorinnen als auch die der Serienmacher.


Denn alle Restaurants und Imbisse aus New Orleans sind originalgetreu nachgestellt, von den Leuchtreklamen, übers Interieur bis hin zu dem, worauf es wirklich ankommt: den Gerichten. Um den Clip in nur einer Woche zu drehen, war deshalb vor allem viel Planungsarbeit nötig, wie beide Filmemacherinnen gegenüber Blick.ch zu Protokoll gaben. Acht Restaurants mussten pro Tag abgeklappert, die Restaurantbetreiber um Erlaubnis gebeten und die passende Kameraeinstellung für die jeweilige Sequenz gefunden werden. Um möglichst nahe am Original dran zu sein, hätten sogar Tische und Stühle verschoben werden müssen. Doch die Idee kam bei allen Beteiligten offenbar so gut an, dass es viel Unterstützung, Freundlichkeit und natürlich auch einige Lacher für von Niederhäusern und Wiget gab. Übrig gebliebenes Essen spendeten die beiden übrigens an Obdachlose.

Insgesamt 500 Euro hat die Produktion des Films die beiden Schweizerinnen gekostet - und damit deutlich weniger als erwartet. Genauso wenig gerechnet haben sie mit der großen Resonanz auf ihren Film: In rund einer Woche hat das Video auf Youtube über 800.000 Views gesammelt. Zudem sind zahlreiche Medien auf den Clip aufmerksam geworden, darunter "Gambit" aus New Orleans. Und das Tourismus Marketing dürfte sich besonders über die gelungene Werbung für die Stadt am Mississippi freuen. tt
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