Grabarz & Partner

Warum Porsche das London Eye elektrisiert hat

Porsche hat sich als Absender des aufwendigen Stunts am London Eye geoutet
© Porsche
Porsche hat sich als Absender des aufwendigen Stunts am London Eye geoutet
Zwei Wochen ist es her, dass das London Eye - eines der beliebtesten Wahrzeichen in der britischen Hauptstadt - in den Abendstunden hektisch zu blinken begann und für Verwirrung unter den zahlreichen Passanten und Touristen sorgte. Schnell machte die Aktion unter Influencern in den sozialen Netzwerken die Runde und viele vermuteten einen werblichen Hintergrund. Jetzt hat sich Porsche als Absender geoutet. Der aufwendig inszenierte Stunt ist der Startschuss der Kampagne für den ersten vollelektrischen Sportwagen der Marke: der Porsche Taycan.
Waren es Aliens, die das Riesenrad an der Themse zum Flackern brachten? Ein elektrischer Wackelkontakt? Oder sollte der neue James-Bond-Film angeteasert werden? Viele Social-Media-Nutzer spekulierten Anfang Juli darüber, was wohl hinter der Aktion stecken könnte. Auch einige Medien sowie mehrere Influencer griffen das scheinbar unkontrollierte Blinken des London Eye auf, laut Porsche wurden in wenigen Tagen 65 Millionen Menschen mit dem Content erreicht - ehe ein aufmerksamer Twitter-Nutzer das Rätsel lösen konnte: Er hatte das scheinbar unkontrollierte Blinken als Morsecode identifiziert und die Botschaft entschlüsselt: "Hey Porsche, get me out on the road. Love, Electricity."


Zusammen mit seiner Kreativagentur Grabarz & Partner, die den Stunt erdacht hat, hat Porsche also die Elektrizität personalisiert und sich zum ersten Mal mit einer Botschaft an die Menschen wenden lassen - mit der Bitte, sie endlich aus der Unterforderung und Langeweile zu befreien. Als der Premiumhersteller als Absender identifiziert wurde, übernahm die Elektrizität zudem auch die Porsche.com-Website sowie sämtliche Social-Media-Kanäle des Sportwagenherstellers und wiederholte dort mit dem Hashtag #ElectricityTalks ihren Wunsch nach mehr Action.
Jetzt hat Porsche "geantwortet" - und gleich den nächsten aufwendigen Guerilla-Stunt nachgelegt: In der Nacht zum 10. Juli haben Porsche und Grabarz & Partner auf der Staumauer des größten Stausees der Welt - dem Hoover Dam in den USA - die Antwort des Autobauers projiziert: "Hey Electricity, all that cold water making you numb? Get ready to feel again. Love, Porsche". Die Botschaft ist klar: Porsche will der Elektrizität mit dem ersten eigenen Elektro-Sportwagen eine neue spannende Lebensaufgabe geben.

"Mit dem Taycan starten wir bei Porsche in ein neues Zeitalter und gehen dementsprechend auch neue Wege in der Marketingkommunikation", erklärt Oliver Hoffmann, Leiter Marketingkommunikation bei Porsche. "Mit unerwarteten Maßnahmen, wie den beiden Stunts am London Eye und dem Hoover Dam in den USA, sprechen wir vor allem junge Zielgruppen an und treten mit ihnen in einen direkten Austausch, indem wir der Elektrizität eine emotionale Komponente verleihen." Der jüngste Clip ist dabei der Auftakt der Teaserphase für den Taycan, die in den kommenden Wochen auf zahlreichen Digitalkanälen starten wird. Bei Grabarz & Partner zeichnen Ralf Heuel (Geschäftsführer Kreation), Julica Hauke (Group Head Beratung), Frederik Wetzel (Creative Team Lead), Alessandro Perri (Art) und Andrew McEvoy (Senior Text) verantwortlich. Die Mediaplanung übernahm PHD in Partnerschaft mit Vice Media. Die Outdoor-Installation in London wurde von Talon Outdoor entwickelt, für die Projektionen war Projection Artworks zuständig. Die Filmproduktion übernahmen Pulse Films (Hoover Damm) und Vice Media (London Eye). Regie führte Ryan Boothtt
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