Filmakademie Baden-Württemberg

So witzig zeigen junge Werbefilmer den ganz normalen Home-Office-Wahnsinn

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In dem Spec-Spot passieren vor allem im Hintergrund einige schräge Dinge
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In dem Spec-Spot passieren vor allem im Hintergrund einige schräge Dinge
Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Dieses Sprichwort hatte selten so viel Gültigkeit wie in Zeiten der Corona-Pandemie. Auf die Werbefilmszene trifft es dabei ganz besonders zu, schließlich sind Drehs fast nur noch in den eigenen vier Wänden möglich. Die Kojoten Filmproduktion und Jungregisseurin Hanna Seidel von der Filmakademie Baden-Württemberg machen jetzt aus der Not eine Tugend und zeigen ihre ganze Kreativität mit einem heiteren Spec-Spot für den Druckerhersteller Brother, der komplett im Home Office entstanden ist.
Zahlreiche Marken haben in den vergangenen Wochen seit Beginn der Corona-Krise ihre regulären Kampagnen gestoppt und in Windeseile neue Spots aus dem Boden gestampft, um den Verbrauchern Danke zu sagen oder fürs Zuhausebleiben zu werben. Die meisten Unternehmen setzten dabei auf Stock-Material und Bilder aus früheren Kampagnen. Wie es anders geht, zeigen jetzt die Kojoten Filmproduktion und die junge Werbefilmerin Hanna Seidel, die zuletzt mit einem schrägen Film für die App CodeCheck für Aufsehen sorgte.
In dem 45-sekündigen Spot zeigt Seidel den ganz normalen Wahnsinn im Home Office: Während die verschiedenen Protagonisten aus Sicht ihrer Notebook-Kamera gezeigt werden, liegt der Fokus stets auf dem Geschehen im Hintergrund. Und da passieren dank der Partner, Kinder, Mitbewohner und Haustiere die verrücktesten Dinge.

Die Realisierung des Spec-Spots für den Druckerhersteller Brother hat insgesamt zwei Wochen gedauert. Dabei haben Regisseurin Seidel und ihr Team komplett auf Found Footage verzichtet, sondern alle Szenen selbst gedreht - freilich ohne mit den Darstellern persönlich in Kontakt zu treten. Insgesamt wurden die zusammengeschnittenen Szenen mit insgesamt 31 Darstellern und mehreren Hunden über drei Tage via Skype inszeniert.

"Wir haben uns bewusst für dieses Medium entschieden und bei dem Look darauf geachtet, dass der Spot wie eine Youtube Compilation wirkt", sagt Producerin Stefanie Gödicke. "Damit kreieren wir vielleicht ja ein neues Genre… nach dem Branded Short kommt jetzt die Corona-freundliche Branded-Youtube-Compilation, um die Zuschauer auf eine andere Art zu unterhalten und damit die entsprechende Marke subtil positiv zu platzieren."

Neben Regisseurin Hanna Seidel und der studentischen Producerin Stefanie Gödicke waren Magdalena Wolff (Producerin), Andrea Grumbt (Editor), Johannes Schelle (Sounddesign) sowie Robin Jünkersfeld (Grading) an dem Film beteiligt. tt
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