"Fahr Fahrrad, du Ficker"

Warum Filmakademie-Studenten für Nextbike auf den Strich gehen

Der Nextbike-Spot von Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg greift Dieselkrise und Feinstaub-Verschmutzung auf
© Filmakademie Baden-Württemberg
Der Nextbike-Spot von Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg greift Dieselkrise und Feinstaub-Verschmutzung auf
Die Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg sind international für ihre kreativen und häufig preisgekrönten Spec-Spots anerkannt. Dass eine beworbene Marke einen studentischen Werbefilm selbst unterstützt, kommt dabei leider immer noch zu selten vor. Der Fahrradverleiher Nextbike geht mit einem Spot von Regiestudent Josia Brezing jetzt mit gutem Beispiel voran.
"Die Autoficker" heißt der 60-sekündige Spot, der in einer dunklen Gasse spielt, die sich schnell als Straßenstrich entpuppt. Ein junger Mann fährt mit seinem Auto vor und bittet eine Transprostituierte, auf den Beifahrersitz zu springen. Doch die ist ganz und gar nicht amused über die Tatsache, dass ihr potenzieller Freier sie im Auto abschleppen will - und klärt ihn gemeinsam mit einem ledernen Fetischboy über seinen verantwortungslosen Umgang mit der Umwelt auf. Die Lösung des Problems liefert eine Frau, die auf einem Nextbike-Rad vorbeifährt. Die kernige Botschaft am Ende des Spots: "Fahr Fahrrad, du Ficker!"


Wie Mareike Rauchhaus, Head of PR und Marketing bei Nextbike gegenüber HORIZONT zu Protokoll gibt, kam Regisseur Brezing im Sommer mit der Idee für den Spot auf sie zu. Rauchhaus war sofort überzeugt: "
Wenn Ludwigsburg klingelt, kommt ja meistens was Gutes dabei raus", so die Nextbike-Marketerin. "Wir fanden den Plot witzig und lieferten Fahrräder ans Set." In der offiziellen Markenkommunikation setzt der Leipziger Fahrradverleiher den Spot zwar nicht ein, teilte ihn aber immerhin auf seiner Facebookseite.

Die Idee zu dem Spot stammt von Adrian Schwarze. Zudem waren Christoph Bockisch (Cinematography),  Lukas Reiter (Sound), Farina Hasak (Editing), Nadia Zimmermann (Producer), Felix Fahle (Associate Producer), Heike Walter-Thomae (Maske), Johanna Roth (Sounddesign), Grete Kellermann (Kostüm) sowie Larissa Bonitz (Production Design) an dem Projekt beteiligt. Die drei Hauptrollen spielen Wolfram von Stauffenberg, Paul Boche und Raúl Semmlertt
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