"Du bist deine Geschichte"

Die emotionale erste deutsche Ancestry-Kampagne von Anomaly

Ancestry und Anomaly Berlin werben erneut emotional
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Ancestry und Anomaly Berlin werben erneut emotional
Im Frühjahr noch handelte sich das preisgekrönte deutsche Regieduo Dorian & Daniel in Kanada einen Shitstorm ein, weil sie in einem Spot für das Ahnenforschungs-Unternehmen Ancestry vermeintlich das Thema Sklaverei romantisiert haben. Hierzulande startet jetzt die neue Ancestry-Kampagne, die wie schon die Frühjahrskampagne aus Übersee von Anomaly stammt. Es ist der erste Auftritt der Marke, der exklusiv für den deutschen Markt entwickelt wurde.
Die Kampagne steht unter dem Motto: "Du bist deine Geschichte." Um das Genealogie-Portal hierzulande zu einer glaubwürdigen und bekannten Marke zu machen und, wollen Anomaly Berlin und Ancestry zeigen, dass unsere Vorfahren uns zu den Menschen machen, die wir heute sind - und die Zielgruppe so dazu anregen, sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen.


Der Hauptfilm spielt auf einer modernen Theaterbühne und erzählt die Geschichte einer Familie über mehrere Generationen. Sie beginnt Ende des 19. Jahrhunderts mit einer Bauernfamilie, die vom Umland Stettins nach Berlin zieht und deren Sohn später den Ausbruch des ersten Weltkrieg miterlebt. Der jüdische Ehemann seiner Tochter wird im Zweiten Weltkrieg deportiert, noch bevor ihre gemeinsame Tochter geboren wird. In den 1950er-Jahren ist sie wiederum Teil des Wirtschaftsbooms und wird 1961 durch die Mauer von ihrem Mann getrennt. 1989 wird die Familie wieder vereint. All diese Erfahrungen spiegeln sich in ihrer Enkelin wider, die in der Gegenwart lebt.

"Um die Geschichte einer Familie so authentisch wie möglich über mehrere Generationen zu erzählen, haben wir jedes Element der Kampagne überprüft – vom Set Design, über die Garderobe, bis zum Casting", sagt David Kauder, Creative Director bei Anomaly. Darüber hinaus arbeitete Anomaly mit der Genealogie-Expertin Ursula Krause zusammen, um die Geschichte nachempfindbar zu gestalten und korrekt in die deutsche Historie einzuordnen.


Auch der Entwicklungsprozess des Films war aufwendig: Laut eigenen Angaben verbrachte Anomaly ein halbes Jahr damit, umfangreiche Feldforschung in mehreren deutschen Städten und Staatsbibliotheken zu betreiben. Zahlreiche Videointerviews ergänzten die Recherche. Um absolute Glaubwürdigkeit der Geschichte zu gewährleisten, war auch die Historikerin Swantje Heuten Teil des gesamten Entstehungsprozesses. Sie unterstützte das Team bei der Entwicklung der Geschichte, der Kostüme, dem Bühnenbild und half dabei, relevante Dokumente und Radioaufnahmen zu finden.

Neben dem Launchfilm umfasst die Kampagne kürzere TVCs, Produkt- und Lernfilme sowie zahlreiche Social Media- und Online-Formate. Bei Anomaly in Berlin zeichnen Frank Hahn (Executive Creative Director), David Kauder, Jordan Dunlop (Creative Directors), Malu Figuereido, Omar Khairy (Copywriter), Yonca Yilmaz (Art Director), Tobias Moellenbach (Senior Producer), David Barton (Business Director), Joanna Hirst (Account Director), Anneliese Rapp und Dan Ball (Strategists) verantwortlich. Produziert wurde der Film von Anorak in Berlin, Regie führte Michael Lawrencett
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