"Die Zeiten gendern sich"

Mit diesem Spot wünscht Pinkstinks feministische Weihnachten

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Pinkstinks setzt sich zum Fest für Gleichberechtigung ein
© Pinkstinks
Pinkstinks setzt sich zum Fest für Gleichberechtigung ein
Geschenke kaufen, Plätzchen backen, Festmahl kochen, Menschen glücklich machen: Kaum eine Zeit ist so stressig wie die Wochen und Tage um Weihnachten. In vielen Familien bleiben die meisten der Aufgaben immer noch an der Frau hängen. Die Anti-Diskriminierungs-Organisation Pinkstinks sensibilisiert jetzt in ihrem Weihnachtsspot für eine bessere Arbeitsteilung rund ums Fest.
In dem 60-sekündigen Spot (Regie: Lara Maria Wichels) macht Pinkstinks aus dem Weihnachtsklassiker "Oh, du Fröhliche" kurzerhand "Oh, ich Fröhliche" und rückt eine junge Frau in den Fokus, die sich darüber freut, dass sie sich in diesem Jahr an Weihnachten um nichts kümmern muss - die ganze Arbeit überlässt sie ihrem Mann. Die Botschaft der Organisation am Ende des Clips: "Weihnachten lebt von Traditionen. Nicht von Klischees."


Zu sehen ist der Spot auf den Social-Media-Kanälen von Pinkstinks, denen zusammengenommen rund 120.000 Menschen folgen. Zudem kommt ein Plakatmotiv zum Einsatz, das ab dem 16. Dezember auf knapp 300 Außenwerbeflächen in Berliner U-Bahnschächten zu sehen ist und die Pinkstinks-Initiative "Schule gegen Sexismus" bewerben soll, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.
Pinkstinks sensibilisiert für die Arbeitsteilung im Vorweihnachtsstress
© Pinkstinks
Pinkstinks sensibilisiert für die Arbeitsteilung im Vorweihnachtsstress
"Viele Frauen in Deutschland sind gerade zu Weihnachten mit Erwerbsarbeit und Weihnachten komplett überlastet", sagt Pressesprecherin Stevie Schmiedel von Pinkstinks. "Mitdenken, Kinder glücklich machen und Schmücken wird noch zu oft als unmännlich gesehen: Dafür braucht es neue Bilder, ganz besonders in der Werbung. Wir freuen uns, wenn Unternehmen und Werbeagenturen mithelfen, diese Bilder zu verbreiten." Pinkstinks macht seit einigen Jahren bereits auf Diskriminierung und Sexismus in der Werbelandschaft aufmerksam. So hat die Organisation vor über zwei Jahren mit dem Werbemelder eine Online-Plattform gestartet, auf der die Nutzer Werbung melden können, die ihrer Meinung nach sexistisch ist. Zudem vergibt Pinkstinks seit 2017 den Positiv-Werbepreis "Pinker Pudel" für geschlechtergerechte Werbung. In diesem Jahr konnten Überground und Vice Media den Preis gewinnen. Im kommenden Jahr wird der "Pinke Pudel" erstmals im Rahmen des OMR Festivals in Hamburg verliehen. tt
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