"Clap for Crap"

Wie RCKT mit einem Klatschen ein Zeichen gegen Intoleranz setzt

"Clap for Crap" soll ein Zeichen gegen Intoleranz und Diskriminierung setzen
© Clap for Crap
"Clap for Crap" soll ein Zeichen gegen Intoleranz und Diskriminierung setzen
Das Netz ist voll von Fremdenfeindlichkeit, Sexismus und Homophobie. Dem Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus schließt sich jetzt auch die Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit an - mit einer cleveren Kampagne von RCKT Berlin, die ein Zeichen gegen Intoleranz setzt. Und zwar mit einem simplen Klatschen.
Die Kampagne unter dem einprägsamen Motto "Clap for Crap" soll Jugendliche und junge Erwachsene auf gleichermaßen witzige wie provokante Art und Weise ansprechen. Im Mittelpunkt stehen mehrere Online-Snippets, die auf Instagram zu sehen sind. Darin wird jeweils eine Situation bei einem Familienessen dargestellt, in der ein älteres Familienmitglied eine diskriminierende Bemerkung macht, die von Intoleranz zeugt. Postwendend hört man im Hintergrund ein langsames Klatschen, das die Situation kommentieren und ein Statement der Ablehnung gegenüber der Äußerung sein soll. Am Ende jedes Clips steht die Botschaft: "Clap for Crap."
Das Motto fungiert auch gleichzeitig als Hashtag der Kampagne, den die Zielgruppe der 15- bis 30-Jährigen in den sozialen Netzwerken verbreiten soll. Zudem teilen Influencer auf Instagram ihre ganz eigenen Erfahrungen mit Intoleranz und Diskriminierung. Im Idealfall - so die Hoffnung der Absender - geht der Auftritt dann viral und erlangt unter den Nutzern auf Instagram und in anderen sozialen Netzwerken große Bekanntheit.
"Die deutsche Gesellschaft hat riesige Probleme mit Intoleranz in vielen Bereichen", sagt Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, stellvertretende Vorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und Bundesjustizministerin a.D. "Besonders junge Menschen sind über die Polarisierung, Radikalisierung und teilweise Verrohung der verbalen Auseinandersetzungen besorgt. Junge Leute haben vergangenen Herbst in Chemnitz bei den rechtsradikalen Demos gegengehalten. Junge Stimmen sind immer öfter die Stimme der Vernunft, nicht nur beim Klimawandel."
RCKT-Chef Nils Seger erklärt, dass die Agentur die Frage beantworten wollte, wie Diskriminierung in Alltagssituationen begegnet werden kann: "Diese Mission hat nicht nur die Naumann-Stiftung und uns, sondern auch viele Partner in unserem Netzwerk begeistert. Herausgekommen ist viel mehr als eine Kampagne, nämlich ein einfaches Werkzeug, das wir digital und analog nutzen können, um eine Antwort auf DIskriminierung und Intoleranz zu geben."


Produziert wurden die Clips von Czar Film. Regie führte Johannes Schrödertt
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