#artSmellery

Heimat und Siemens übersetzen Gemälde in Gerüche

Die Ausstellung arbeitet ohne Farben, sondern nur mit Gerüchen
© Siemens
Die Ausstellung arbeitet ohne Farben, sondern nur mit Gerüchen
Wie riecht eigentlich ein Gemälde von Vincent van Gogh? Siemens, Heimat Hamburg und das Stedelijk Museum in Amsterdam geben darauf nun eine Antwort: Für die niederländische Landesregion von Siemens Hausgeräte hat die Kreativagentur in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum die Ausstellung #artSmellery entwickelt, bei der die Werke alter Meister nicht zu sehen sind - die Besucher müssen sich die Gemälde mit der Nase erschließen.
Dafür haben Heimat und das Stedelijk-Museum mit dem Geruchskünstler Jorg Hempenius zusammengearbeitet. Er hat Gemälde von Mondrian, Lichtenstein oder Van Gogh in Geruchswelten übersetzt. Das ließ der Künstler durchaus Phantasie walten: Ein Beispiel: Das Bild "Ein Engländer in Moskau" des russischen Malers Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch aus dem Jahr 1914 zeigt unter anderem einen Fisch, eine Kerze und eine Leiter. Hempenuis machte daraus Vanille, Zitrone und Fenchel.



Eine Kombination, die einem beim Betrachten des Gemäldes nicht wirklich einfallen würde. Aber das ist der Trick: Genauso, wie ein Kunstwerk bei jedem Betrachter unterschiedliche Assoziationen auslöst, sollen auch die Gerüchswelten der #artSmellery mit Abstraktionen arbeiten. "Die Düfte wecken Erinnerungen und Emotionen, die einem ein völlig neues Gefühl für die Bilder geben und die Kraft von Gerüchen belegen", wie Heimat in einer Mitteilung erklärt.

Um die Besucher nicht völlig allein mit einer weißen Leinwand und verschiedenen Gerüchen zu lassen, erklärt ein eigens gestalteter Ausstellungskatalog Hintergründe zu den Werken. Die Ausstellung war bis zum 7. Mai im Amsterdamer Stedelijk Museum zu sehen. Seitdem werden die Geruchskunstwerke im Hauptsitz der BSH Huishoudapparaten B.V. in Amsterdam ausgestellt.
Natürlich hat die Ausstellung auch einen kommerziellen Hintergrund: Partner für das Projekt ist Siemens Hausgeräte in den Niederlanden. Das Unternehmen will mit der #artSmellery sein Waschmaschinen-Programm Senso Fresh promoten, das ohne den Einsatz von Wasser Gerüche aus Kleidung entfernen kann. Siemens will sich durch die Ausstellung somit als Innovationsführer präsentieren: "Die innovative Art, wie mit Gerüchen umgegangen wird, ist die perfekte Verbindung zwischen der #artSmellery und Senso Fresh", sagt Gertjan Sturm, Director Consumer Marketing für die Marke Siemens in den Niederlanden.


Mathias Stiller, Geschäftsführer Kreation bei Heimat Hamburg, ergänzt: "Diese Aktion geht weit über ein klassisches Sponsoring hinaus, denn sie beweist die Innovationskraft der Hausgerätemarke Siemens auf eine viel nachhaltigere Art und Weise." Die Agentur betreut seit drei Jahren den globalen und den europäischen Etat von Siemens Hausgeräte, für die Niederlande ist Heimat Hamburg seit 2012 zuständig. ire
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