Studentenarbeit der FH Dortmund

Wie die eisgekühlte Coca-Cola zum Kultgetränk wurde

Szene aus dem Coke-Studentenfilm
© Screenshot Youtube
Szene aus dem Coke-Studentenfilm
Eine spritzige Coca-Cola, erfrischend gekühlt mit glasklaren Eiswürfeln - für viele der Inbegriff des Kultgetränks. Doch wie und wo kam es eigentlich zu der erfolgreichen Liaison der Koffeinbrause mit den Eissteinen? Studenten des Fachbereichs Design an der FH Dortmund geben die Antwort - in Form eines fantastisch produzierten Videos.
Die Gemeinschaftskreation von Max Tsui, der Regie, Kamera und Drehbuch verantwortet, sowie Chris Kerstan (VFX Supervision, 3D, Compositing) versetzt die Betrachter in die Zeit des späten 19. Jahrhunderts, mitten in die Epoche der Industrialisierung. Genauer gesagt in das Jahr 1886. Das Jahr, in dem bekanntermaßen der Arzt und Apotheker John Pemberton per Zufall die Coca-Cola erfunden hatte.


Im Plot ihrer Arbeit spielt Pemberton jedoch keine Rolle. Im Zentrum stehen eine Maschine und gleich zwei Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite der kleinwüchsige Produktionschef, rußverschmiert und verschwitzt von der täglichen Arbeit. Auf der anderen Seite der elegante Firmenchef im maßgeschneiderten Mantel und Zylinder. Auf seine Order hin lässt sein Mitarbeiter die Maschine auf Hochtouren laufen. Was sie produziert und wie die Coca-Cola ins Spiel kam, erfährt der Betrachter erst am Ende des 2-Minüters.

Die Studenten wählten einen fiktiv-historischen Ansatz, da aus ihrer Sicht in den zur Zeit vorherrschenden "austauschbaren Vignetten-Lifestyle-Spots viel Storytelling verloren geht". Für Tsui sollte aber eine gut erzählte Geschichte im Vordergrund stehen. "Dokumentarisch und geschichtlich sicherlich nicht korrekt, aber dafür filmisch umso unterhaltsamer", erklärt Tsui, der mittlerweile als Freelancer arbeitet, seine Arbeit gegenüber HORIZONT Online.


Innerhalb von drei Tagen waren die Realaufnahmen im Kasten. Gedreht wurde hauptsächlich im Cinegate Studio in Köln - komplett mit Greenscreen-Technik vor grünem Hintergrund. Die Phase der Postproduktion dauerte ungleich länger. Ebenfalls am Projekt mitgewirkt haben Elena Ellerbrok (Szenenbild), Christian Dellacher (Musik), Patrick Leuchter (Sounddesign).

Jurys diverser Kreativwettbewerbe hat die Arbeit bereits überzeugt. Der Spot punktete beispielsweise in der Studentenkategorie der International Andy Awards sowie beim Young Director Award. Coca-Cola selbst, so Tsui, sei auf den Clip noch nicht angesprungen. Zumindest seien seine Kontaktanfragen bislang unbeantwortet geblieben. jm
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