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Wie Netflix mit Gifs auf die Stimmungslage der Franzosen reagiert

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Das Gif zum Ausscheiden der Franzosen bei der WM gegen Deutschland
© Youtube/Netflix
Das Gif zum Ausscheiden der Franzosen bei der WM gegen Deutschland
Nicht nur in Deutschland wurde der Netflix-Start lange erwartet, auch in Frankreich fieberten Film- und Serienliebhaber dem Launch der Streaming-Plattform Mitte September entgegen. Um die Spannung noch zu steigern, entwickelte Netflix gemeinsam mit der Agentur Ogilvy Paris eine clevere Out-of-Home-Kampagne, die in Echtzeit auf die Stimmungslage der Menschen reagiert - mit Hilfe animierter Gifs.
Das ganze funktioniert wie folgt: Regnet es in der französischen Hauptstadt wie aus Eimern, zeigt das Bild auf den Info Screens Gerard Butler in "300", der schützend seinen Schild über sich hält. Kassiert die französische Nationalmannschaft ein Gegentor, blickt den Passanten von den digitalen Billboards ein entgeistertes Gesicht entgegen. Und steht der Schlussverkauf vor der Tür, rasten die Gifs völlig aus. Dahinter steckt ein Ogilvy-Team, das quasi in Echtzeit auf aktuelle Ereignisse wie Nachrichten und Wetter reagiert und insgesamt rund 100 Gifs in petto hat.

"Gifs sind Teil des Internets und der Popkultur", sagt Baptiste Clinet, Executive Creative Director bei Ogilvy Paris. "Wir dachten, sie würden die Inhalte von Netflix perfekt mit den Emotionen, Interessen und Verhaltensweisen der Menschen verknüpfen." Bis ein neues Gif aktiv wird, laufen die Bilder in einer Endlosschleife. Die Kampagne ist seit dem Sommer auf Pariser Bahnsteigen aktiv und soll noch bis Weihnachten zu sehen sein. Die Mediaplanung verantworten MEC und Screenbase, den Case-Film produzierte die Firma Delapost in Paris. fam
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