Safer Internet Day

Innocence in Danger und Glow mahnen zum Kinderschutz im Social Web

Die Mutter in dem Spot verhält sich bestimmt nicht im Sinne ihrer Tochter
© Innocence in Danger
Die Mutter in dem Spot verhält sich bestimmt nicht im Sinne ihrer Tochter
Jeder von uns kennt sie: Die Postings von Eltern, die den eigenen Nachwuchs voller Stolz in sozialen Netzwerken präsentieren - oftmals ohne jegliche Sichtbarkeits-Beschränkungen. Die Kinder könnten auf diese Weise ins Visier von Pädophilen geraten, warnt Innocence in Danger. Nun nimmt die Kinderschutzorganisation den heutigen Safer Internet Day zum Anlass, um Eltern vor dem gedankenlosen Teilen von Kinderfotos in sozialen Netzwerken zu warnen.
Gemeinsam mit der Berliner Werbeagentur Glow hat die in der Vergangenheit vielfach bei Kreativwettbewerben ausgezeichnete Organisation ein Online-Video produziert, das zum Schutz der Privatsphäre von Kindern im Web mahnt. Der Film zeigt eine stolze Mutter, die ein Foto ihrer leicht bekleideten Tochter in Berlin plakatiert und herumzeigt.
Was viele Menschen im realen Leben nie tun würden, ist in Social Media teilweise Gang und Gäbe, so die Aussage des Films. "Allein in Deutschland haben laut einer Studie 728.000 Erwachsene sexuelle Online-Kontakte zu Kindern", sagt Innocence in Danger-Geschäftsführerin Julia von Weiler. "Die Bilder können sehr leicht in die falschen Hände geraten und potenzielle Täter anlocken. Sie funktionieren wie weltweit gestreute Köder, locken ungebetene Follower."


Der Safer Internet Day wurde im Jahr 1999 ins Leben gerufen und findet inzwischen in mehr als 100 Ländern statt. In Deutschland koordiniert die EU-Initiative klicksafe.de die Aktionen. Das Motto des diesjährigen Safer Internet Day ist "Be the Change: Unite for a better Internet". Im Mittelpunkt des Aktionstages steht diesmal das Thema Cybermobbing, also die Diffamierung, Beleidung und Erniedrigung anderer Menschen im Netz. ire
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