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Der skurrile Konter des Matratzen-Start-ups auf die Bewertung der Stiftung Warentest

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Nur mit "ausreichend" hat Muun bei der Stiftung Warentest abgeschnitten - der Konter folgt
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Nur mit "ausreichend" hat Muun bei der Stiftung Warentest abgeschnitten - der Konter folgt
Ende August untersuchte die Stiftung Warentest eine Reihe von Matratzen-Start-ups - und fällte viele vernichtende Urteile. Auch Muun wurde nur mit "ausreichend" (4,1) abgewatscht - eine Bewertung, die die junge Firma so nicht stehen lassen will und nun mit einem herausragend produzierten Film kontert. Das Start-up inszeniert sich gemeinsam mit Amsterdam Berlin als "ausreichendste Matratze Deutschlands" und weist damit auf die seiner Ansicht nach fragwürdige Notenkomposition hin.
Auf den ersten Blick haben afghanische Windhunde und Matratzen nun wirklich gar nichts miteinander gemein. Dennoch verwendet Amsterdam Berlin die Tiere in ihrem Onlinefilm für Muun als eine etwas verkopfte, aber letztlich sinnige Metapher. Wieso? Die Agentur stieß auf den Züchter Wolfgang Hoffmann, der seine Hunde ausschließlich auf Schnelligkeit züchtet und dabei ästhetische Aspekte wie die Länge und den Glanz des Fells außer Acht lässt. Die Folge: Hoffmanns Tiere gewinnen regelmäßig bei Hunderennen, bei Ausstellungen kommen sie aber höchstens auf eine "ausreichende" Bewertung. Muun sieht sich in einer ähnlichen Situation. Denn bei der Stiftung Warentest schnitt das Start-up in Bereichen, die den Liegekomfort betreffen (Liegeeigenschaften, Schlafklima, Haltbarkeit und Bezug) gut bis sehr gut ab. In den Kategorien Handhabung sowie Deklaration und Werbung verteilten die Tester allerdings schlechte Noten - sodass in der Summe nur eine 4,1 zu Buche stand. In einer Stellungnahme gestand Muun Fehler ein, teilte aber auch mit: "Was wir nicht verstehen können, ist wie zwei Kategorien wie 'Handhabung' und 'Deklaration und Werbung' das Gesamtergebnis so erheblich verschlechtern. Beide haben auf das angenehme Schlafgefühl keinerlei Einfluss."

Die Kreation und Produktion der skurrilen Kampagne übernahm Amsterdam Berlin, Regie führte Moritz Grub. Die Postproduktion besorgte Paul Schwabe Digital Production, You Guys Music steuerte die Musik für den rund 100-sekündigen Film bei. Schon im Sommer hatten Agentur und Kunde ein ähnlich abseitiges Werbevideo veröffentlicht - in OOH nahmen damals ebenfalls bereits Hunde auf der Matratze Platz. fam
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