Moms Demand Action

Wie Grey die verstörende Angst in Amerikas Klassenzimmern inszeniert

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In dem Spot "Lockdown" von Grey Toronto herrscht bedrückende Stimmung
© Screenshot Youtube
In dem Spot "Lockdown" von Grey Toronto herrscht bedrückende Stimmung
Eine Alarmsirene unterbricht den Unterricht, die Lehrerin schließt die Tür, die Kinder verstecken sich unter ihren Tischen - und beten, dass nichts passiert. Diese unaussprechlich bedrückende Szenerie eines an US-Schulen mittlerweile alltäglichen "Lockdown Drills" hat jetzt ein Spot von Grey Toronto für die Organisation Moms Demand Action For Gun Sense In America eingefangen.
Der 90-sekündige Clip, der online und in einer kürzeren Fassung auch im amerikanischen TV zu sehen ist, spielt in einer Grundschule in den USA und zeigt den Ablauf der dort mittlerweile regelmäßig stattfindenden Lockdown-Übungen. Diese simulieren den Ernstfall einer Gefahr durch einen möglicherweise bewaffneten Eindringling im Gebäude. Und auch wenn tatsächlich nichts passiert und der Alarm nach einer Minute aufgehoben wird: Das Vorgehen demonstriert auf leise, aber doch schockierende Weise die kollektive Angst, die in Amerikas Klassenzimmern vorherrscht. Die Botschaft: "We can't hide from Gun Violence anymore."

Dass die Kampagne von Moms Demand Action gerade jetzt sichtbar wird, ist kein Zufall: Am 14. Dezember jährt sich der Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School im amerikanischen Newtown (Connecticut), als insgesamt 28 Menschen ihr Leben lassen mussten, zum zweiten Mal. Seit diesem Ereignis sind zwar ein paar strengere Waffengesetze in den USA in Kraft getreten. Allerdings gab es auch mehr als 100 weitere Schießereien an Schulen.

Und gerade deshalb will die Organisation ein Zeichen setzen: "Man mag zwar nicht von allen diesen Vorfällen in den nationalen Nachrichten gehört haben, aber wenn ein solcher Lockdown ausgerufen wird - aus welchem Grund auch immer - sorgt er für Angst in der ganzen Schulgemeinschaft", so Shannon Watts, Gründerin von Moms Demand Action For Gun Sense in America, in einem offiziellen Statement. "Wir werden es nicht zulassen, dass die ständige Bedrohung durch Waffengewalt an unseren Schulen zur Normalität wird - es ist an der Zeit, dass die politischen Verantwortlichen für die Sicherheit und Zukunft unserer Kinder eintreten."

Bei Grey in Toronto zeichnet Patrick Scissons (Chief Creative Officer und Copywriter) federführend verantwortlich. Produziert wurde der Spot von Untitled Films unter der Regie von Phil Brown. tt
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