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Das herzzerreißende Plädoyer für den Verzicht auf Kuhmilch

Mütter nehmen Abschied - diese Situationen zeigt der Peta-Online-Spot "Goodbye Milch"
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Mütter nehmen Abschied - diese Situationen zeigt der Peta-Online-Spot "Goodbye Milch"
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Wenn Mütter ihre Kinder in die Welt ziehen lassen müssen, schmerzt der Abschied meist sehr. An der Emotionalität dieser wohl jedem bekannten Situation bedient sich nun die Tierrechtsorganisation Peta im bewegenden Spot für die Kampagne "Goodbye Milch", die den Konsum von Kuhmilch kritisiert.
Im Spot "Goodbye Milch" werden zunächst eineinhalb Minuten lang emotionale Momente gezeigt, in denen Mütter unterschiedlicher Herkunft und Sprachen Abschied von ihren Kindern nehmen. Eine Tochter zieht aus dem Elternhaus aus, die Mutter schaut dem vollbepackten Auto traurig hinterher. Eine andere Mutter bringt ihren Sohn zum Bahnhof, den es für einige Jahre an einen anderen Ort zieht. Vielen Zuschauern dürfte die eine oder andere Situation bekannt vorkommen, denn sie passieren täglich und der Abschied tut meist sowohl dem Elternteil als auch dem Kind weh. "It's hard saying goodbye to your child", blendet Peta anschließend ein.

Nach eineinhalb Minuten gibt es einen Switch. Jetzt ist eine Kuh zu sehen, die ihr Kälbchen ableckt. Dann nähert sich eine dunkle Gestalt, die das Kalb in Ketten von seiner Mutter entreißt. "It's torture if this is goodbye is forever", lautet der Satz, der nach der Aufnahme einer sich schließenden Stalltür erscheint. 

"Die Gedanken und Gefühle einer Mutter, der das eigene Kind genommen wird, bleiben den meisten von uns glücklicherweise erspart", so Hendrik Thiele, Leiter des Bereichs Kreation und Großprojekte bei Peta und Verantwortlicher für die Kreation und Begleitung von "Goodbye Milch". "Gemeinsam mit allen Beteiligten haben wir eine emotionale Kampagne produziert, von der wir glauben, dass sie einen starken Impact für Tierrechte haben wird."


Mit der Kampagne trommelt Peta für den Verzicht auf Kuhmilch und macht auch auf Alternativen aufmerksam. Neben dem Zweieinhalbminüter gibt es eine Kampagnenwebsite, Social-Media-Maßnahmen und Call-to-Action-Aktionen, die allesamt auf die psychischen und physischen Strapazen aufmerksam machen, denen Kühe wegen des menschlichen Milchkonsums ausgesetzt sind. Dafür hält Peta auch anschauliche Fakten bereit und erklärt zum Beispiel, wie viel Milch man in seinem Leben bereits konsumiert hat. Außerdem ruft die Tierrechtsorganisation zu einer 21-Tages-Challenge auf, in der Teilnehmer drei Wochen lang auf Kuhmilch verzichten sollen. Für die nötige Motivation steht dabei ein Facebook-Chatbot zur Seite – dieser wurde gemeinsam mit der auf künstliche Intelligenz spezialisierten Beratung AppliedSmartness unter Leitung des Co-Gründers Eckhard Schneider entwickelt und versorgt User Tag für Tag mit wertvollen Tipps rund um den milchfreien Lebensstil.

Die Facebook-Seite von Peta ist bereits vollkommen im Zeichen von "Goodbye Milch" gestaltet. Um für die Kampagne und die Challenge zu trommeln, wurde in den letzten 24 Stunden bereits ein ganzes Feuerwerk an Posts zum Thema geteilt. Darüber hinaus hat die Tierrechtsorganisation einige Prominente engagiert, die auf Kuhmilch verzichten und in kurzen Videos einen persönlichen Abschiedsbrief vortragen. Darunter sind Sänger Moses Pelham oder die Schauspielerinnen Caro Cult ("High Society") und Julia Hartmann (u.a. "What a man" und "Der Schlussmacher"). Zudem wurde ein Gewinnspiel gestartet: Wer selbst einen Abschiedsbrief unter dem Hashtag #GoodbyeMilch veröffentlicht, hat die Chance auf ein Paket mit pflanzlichen Milch-Alternativen.

Der kreative Kopf hinter "Goodbye Milch" ist der Kolle-Rebbe-Executive-Creative-Director-Digital Andreas Brunsch (ehemals Grabarz & Partner und Publicis Pixelpark), der Peta schon seit mehreren Jahren immer wieder begleitet und unter anderem für die viel beachtete Kampagne "Tyke - Der letzte Auftritt" verantwortlich war. In Zusammenarbeit mit der Filmproduktion Brickbeach (Executive Producer: Hellen Ewers) und Regisseurin Helen Takkin produzierten Brunsch und Peta in Estland den Kampagnenfilm. Die Kuhmutter und das Kalb aus dem Spot wurden von dem polnischen Studio Platige Image animiert.

Peta warb 2014 schon einmal für den Verzicht auf Kuhmilch, in dem die Organisation in einem 40-Sekünder eine Situation im Krankenhaus inszenierte, in der einer Frau ihr neugeborenes Baby entrissen wurde. bre 


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