Klubhaus St. Pauli

Das ist Hamburgs neue Multimedia-Spielwiese

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Auch Astra gab sich zur Einweihung der Fassade die Ehre
© Oliver Fantitsch
Auch Astra gab sich zur Einweihung der Fassade die Ehre
Am Mittwoch, nach fast zwei Jahren Bauzeit, war Richtfest: Das Klubhaus St. Pauli soll zu einem neuen Hotspot der Hamburger Musikszene werden. Ein Anziehungspunkt soll auch die Fassade des Gebäudes am Spielbudenplatz werden: Die insgesamt 700 Quadratmeter große Fläche dient als überdimensionaler Screen und kann von Passanten und Marken als multimediale Erlebnisfläche genutzt werden. Mit Milka und Sonos machen bereits erste Werbepartner davon Gebrauch.
Die Mondelez-Marke nutzt die Out-of-Home-Installation etwa dazu, ihre neue limitierte Edition Milka Collage bekannter zu machen. Für die kreative Umsetzung der Animation zeichnet Brawand Rieken mit Heiko Höhn (Client Service Director), Boris Spiel (CD Copy Writer) und Turan Usuk (Senior Art Director) verantwortlich. Der Elektronikhersteller Sonos hingegen zog bei der Einweihung der Fassade eine beeindruckende Lichtshow ab.
Um die kommerziellen Inhalte kümmert sich die Agentur Posterscope. "Mit Interaktion und einem Mix aus redaktionellen, künstlerischen und kommerziellen Inhalten machen wir die Werbefläche auf der Medienfassade zum Event. Offline-Aktionen am Spielbudenplatz davor und im Klubhaus St. Pauli dahinter sorgen zusätzlich für eine besonders hohe Aufmerksamkeit", sagt Simon Kloos, Geschäftsleiter von Posterscope Deutschland.

Ab sofort ist 23 Stunden am Tag was los auf der Fassade. Die Passanten bekommen dabei allerdings nicht nur Werbung zu sehen: Auch redaktionelle Inhalte und Visuals der Bremer Gestaltungskünstler Urbanscreen sind Teil des Programms.

Außerdem können Besucher der Reeperbahn mit der Fläche in Interaktion treten - und selbst Teil des Multimedia-Spektakels werden. So können Twitter-Nutzer unter den Hashtags #klubhaus und #medienfassade Botschaften schicken. Ausgewählte Tweets werden alle 15 Minuten auf der Fassade ausgespielt. "Wir sind sehr auf die Kreativität der Tweets von nah und fern gespannt", sagt Thomas de Buhr, Deutschlandchef von Twitter.

Durch das Out-of-Home-Trommelfeuer sollen die Besucher des Klubhaus und dessen Büromitarbeiter übrigens nicht beeinträchtigt werden: Die Fassade selbst ist transparent. Menschen im Inneren des Gebäudes können wie durch eine Jalousie nach draußen sehen. ire
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