Hörfunk-Experiment

Labamba und AS&S zeigen Radio von seiner emotionalsten Seite

   Artikel anhören
Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt: Die Fußballkonferenz der Radio Liga Live verspricht große Emotionen
© AS&S
Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt: Die Fußballkonferenz der Radio Liga Live verspricht große Emotionen
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Der Radiovermarkter AS&S schwört seine potenziellen Werbekunden schon jetzt auf die nächste Bundesliga-Saison ein. Und zwar mit einem ungewöhnlichen Experiment, dessen filmische Dokumentation für Gesprächsstoff sorgen soll. Ausgedacht hat sich diese Idee die Hamburger Agentur Labamba

Der Clip zeigt verschiedene Personen vor und in schalldichten Kabinen, wobei die Atmosphäre ein wenig an eine Nervenheilanstalt erinnert. Dementsprechend fallen zunächst auch die Kommentare der Beobachter aus, die raten sollen, was es wohl mit den wild gestikulierenden und teilweise verzweifelt wirkenden Menschen hinter der Glasscheibe auf sich hat. "Vielleicht schizophren, Angstvorstellungen oder eine Psychose", mutmaßen die Betrachter. Alles falsch! Tatsächlich befinden sich in den Kabinen ganz gesunde Menschen, die nur einen Tick haben: Fußball. Die leidenschaftlichen Fans verfolgen zum Saisonende der Bundesliga die alles entscheidenden Spiele ihres Vereins via Radio-Konferenz.


AS&S Radio will mit dieser ungewöhnlichen Aktion neue Werbekunden gewinnen. Die filmische Dokumentation soll veranschaulichen, wie packend eine Live-Konferenz im Radio ist, so die Idee der Kampagne. Das wiederum soll die Radio Liga Live für potenzielle Werbekunden attraktiv machen, denn laut AS&S bleibt Radiowerbung bis zu 42 Prozent besser im Bewusstsein der Hörer, wenn sie in einem emotionalen Umfeld gesendet wird. 

Die Idee an sich ist eigentlich recht charmant und insbesondere für eine B-to-B-Kampagne durchaus kreativ. Schade nur, dass die filmische Dokumentation mit seinem Irrenhaus-Look ein wenig überinszeniert und gestellt wirkt. So wird man den Verdacht nicht los, dass hier keine authentischen Szenen von begeisterten Radiohörern gezeigt werden, sondern einfach nur gute Schauspieler vor der Kamera stehen. Labamba-Gründer Felix Schulz führte gemeinsam mit Veronika Engelmann (Tony & Vroni) Regie bei der Dokumentation. Produziert wurde das Viral von der Produktionsfirma Rabbicorn Films. Die Postproduktion kommt von NHB. bu

stats