"History is watching"

Der Anti-Trump-Spot von Jeff Goodby und Rich Silverstein

Trump ist des Präsidentenamtes nicht würdig, so die Botschaft des Spots
© Goodby Silverstein / Screenshot Youtube
Trump ist des Präsidentenamtes nicht würdig, so die Botschaft des Spots
Donald Trump als nächsten US-Präsidenten zu verhindern, ist ein großes Anliegen von Jeff Goodby und Rich Silverstein, Gründer der renommierten Agentur Goodby, Silverstein & Partners. Nachdem die beiden im Juli bereits einen Anti-Trump-Spot vorgelegt hatten, folgt nun die Fortsetzung. Die Steilvorlage dafür hat wieder einmal Trump selbst geliefert.
Diesmal allerdings ist die Sache noch ernster als bei Goodbys und Silversteins erstem Spot gegen den republikanischen Präsidentschaftskandidaten. Dieser hatte die berüchtigte Wasserflaschen-Geste Trumps aufgegriffen, mit der er seinen damaligen Kontrahenten im Vorwahlkampf Marc Rubio lächerlich machen wollte. Trump sei des Präsidentenamtes nicht würdig, so die Botschaft des Spots.


Nun jedoch hat sich der 70-jährige Republikaner etwas geleistet, das nicht wenige als Aufruf zur Gewalt gegen seine demokratische Rivalin Hillary Clinton interpretiert haben: Bei einer Wahlveranstaltung suggerierte Trump, Clinton wolle das durch den zweiten Zusatz zur US-Verfassung garantierte Recht der Amerikaner, Waffen zu besitzen, abschaffen. "Falls sie es schafft, ihre Richter auszuwählen, kann man nichts dagegen machen, Leute. Obwohl: Es gibt die Zweite-Verfassungszusatz-Leute, vielleicht ist es das. Ich weiß nicht", so Trump wörtlich.
Mit dieser Entgleisung könne Trump nicht in einer Reihe mit legendären US-Präsidenten wie Thomas Jefferson, Abraham Lincoln oder Theodore Roosevelt stehen, finden Goodby und Silverstein. In ihrem Spot lassen sie diese Botschaft von den Altvorderen selbst verbreiten - nämlich über deren steinerne Porträts am Mount Rushmore. Während die Kamera über die Gesichter der Präsidenten fährt, hört man als Voice-Over jeweils ein berühmtes Zitat von ihnen. "Die, die anderen die Freiheit versagen, verdienen sie selbst nicht", ist etwa ein Ausspruchs Lincolns, der in dem Spot von Goodby höchstselbst nachgesprochen wird.

Der Film endet mit der berühmten Zeile aus der Sesamstraße "One of these things is not like the others" und dem Satz: "History is watching". Auf diese Weise ist die Kampagne entlarvend und verdammend zugleich. Ob sie die Wahl beeinflussen kann, wird sich zeigen. ire
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