Häusliche Gewalt

Wie Grey Alexa zum Lebensretter macht

Grey und UN Women setzen mit einer simplen Erweiterung der Echo-Geräte von Amazon ein Zeichen gegen häusliche Gewalt
© UN Women
Grey und UN Women setzen mit einer simplen Erweiterung der Echo-Geräte von Amazon ein Zeichen gegen häusliche Gewalt
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Ob Alexa, Siri oder der Google Assistant: Sprachassistenten und smarte Lautsprecher sind eines der großen Hype-Themen 2018. Außer in Produktspots der jeweiligen Hersteller sind die Assistenten bislang selten Gegenstand von Werbekampagnen. Das ändert sich jetzt mit einer genauso cleveren wie wichtigen Idee von UN Women Deutschland und Grey Düsseldorf. Das Duo setzt mit einer simplen Weiterentwicklung von Amazons Echo-Gerät ein starkes Zeichen gegen häusliche Gewalt.
Es ist eine schockierende Statistik: Laut Bundeskriminalamt stirbt in Deutschland alle drei Tage eine Frau an den Folgen häuslicher Gewalt. Das Hauptproblem: Betroffene können in ihrer Notsituation meist keine Hilfe rufen. Gemeinsam mit der Kreativagentur Grey will das deutsche UN Women Komitee jetzt eine öffentliche Debatte starten, die das Thema "aus der Tabuzone holt", wie Geschäftsführerin Bettina Metz betont. Denn: "Frauen sollen wissen, wo und wie sie Hilfe bekommen."

Zu diesem Zweck haben Kunde und Agentur den Prototyp eines Sprachassistenten entwickelt, der auf den Bauteilen basiert, die Amazon anderen Unternehmen zur Verfügung stellt, damit diese die Alexa-Technologie in ihre Produkte integrieren können. Das Besondere an dem "Echo of Help": Er kann über ein persönliches Codewort einen stillen Alarm an vordefinierte Kontakte senden - und Frauen so dabei helfen, sich aus Gewaltsituationen zu befreien.



Mit dem weltweit ersten Sprachassistenten gegen häusliche Gewalt wollen Grey und UN Women Unternehmen dazu aufrufen, konkrete Maßnahmen einzuleiten, um die Gewalt gegen Frauen einzudämmen. Zudem ist es ein direkt an Amazon gerichteter Appell, die Umsetzungsmöglichkeiten für die Echo-Geräte zu prüfen. "Mit Echo of Help kann Amazon ein Zeichen setzen und vorbildhaft gesellschaftliche Verantwortung im Kampf gegen eine der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen unserer Zeit übernehmen", sagt Karin Nordmeyer, Vorsitzende von UN Women Deutschland.


Alle Informationen zu dem Auftritt hält UN Women auf der Website Echo-of-Help.com bereit. Zudem verbreitet die Organisation die Kampagne unter dem Hashtag #EchoOfHelp in den sozialen Netzwerken. Zudem weist das Komitee auf das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen hin. tt
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