HFF München

So kreativ warnt das Bayerische LKA vor der Gefahr von Crystal Meth

Die Kampagne "Mein falscher Freund" warnt eindrucksvoll vor den Gefahren von Crytal Meth
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Die Kampagne "Mein falscher Freund" warnt eindrucksvoll vor den Gefahren von Crytal Meth
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Dass an der Filmhochschule in Ludwigsburg häufiger großes Kino entsteht, daran hat man sich inzwischen beinahe schon gewöhnt. Doch auch die Filmstudenten weiter im Süden stehen ihren Kommilitonen in Baden-Württemberg in nichts nach: Für das Bayerische Landeskriminalamt kreierte ein Team der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) in München eine ebenso beeindruckende wie überraschende Kino-Kampagne, die vor den gefährlichen Folgen der Droge Crystal Meth warnt.
Die Kampagne unter dem Titel "Mein falscher Freund" besteht aus zwei Spots, von denen einer derzeit bayernweit in den Kinos zu sehen ist. Der erste Film (Buch & Regie: Lorenz Weißfuß, Kamera: Kaspar Kaven) handelt von einem jungen Anzugsträger, der seine Probleme im Job und in der Familie nur dank eines vermeintlichen neuen Freundes vergessen kann - dieser entpuppt sich aber als Crystal-Lieferant und macht damit alles nur noch schlimmer. Ähnlich die Story auch im zweiten Film "Baby", bei dem eine Studentin durch die Droge den Boden unter den Füßen verliert (Buch & Regie: Ferdinand Arthuber, Kamera: Doro Götz).
Die Auswahl der Protagonisten demonstriert, welche Zielgruppe die Kampagnemacher im Sinn hatten: junge Arbeitnehmer und Studierende, die unter enormen Druck stehen. Da passt es, dass die Filmemacher ebenfalls aus dieser Alterskohorte stammen: Das Bayerische Landeskriminalamt rief für die Spots nämlich einen Pitch unter Studenten der Münchner HFF aus - dabei setzte sich ein Produktionsteam um Christoph Behr und Alexander Mayer von Hadifilm durch.


"Uns war es wichtig, Spots zu produzieren, die auch die Realität widerspiegeln. Anders als viele denken ist Crystal Meth in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und keine reine 'Junkie-Droge' mehr", sagt Co-Produzent Behr. "Vor den Folgen wollten wir auf eine moderne und ästhetische Art warnen, ohne typische Präventionsarbeit mit erhobenen Zeigefinger und Schockfotos zu zeigen." Gefördert hat die Spots das Bayerische LKA sowie das Bayerische Innen- und Gesundheitsministerium. fam
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