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So kämpft das isländische Fußball-Nationalteam gegen Parkinson

Sons of Solidarity: Die Nationalelf Islands setzt ein Zeichen
© Parkinsonsamtökin
Sons of Solidarity: Die Nationalelf Islands setzt ein Zeichen
Mit dem überraschenden 1:1 Unentschieden gegen den Titelfavoriten Argentinien hat die Nationalelf Islands bei der Fußball-WM in Russland schon mal ein Ausrufezeichen gesetzt. Dass sich die Isländer nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz voll ins Zeug legen, zeigt das Projekt "Sons of Solidarity". Bei der von GREYsports im Auftrag des isländischen Parkinson-Verbands Parkinsonsamtökin umgesetzten Initiative werden die Profikicker zu Botschaftern für die gute Sache.
Sigurdsson, Gunnarsson, Finbogasson - isländische Männernamen klingen bekanntlich ziemlich ähnlich, da sie alle auf "-son" enden. Beim Kick-Off der Kampagne, dem letzten Länderspiel vor der Weltmeisterschaft gegen Ghana am 7. Juni, waren die Namen nicht nur ähnlich, sondern sogar identisch. Grund: Alle Spieler liefen mit einem einheitlichen Trikot mit dem Namen Parkinson auf dem Rücken auf - und zeigten damit ihre Solidarität mit den Erkrankten. 


Die Kampagne, die vom Fußballverband KSÍ als exklusivem Partner mitgetragen und vom isländischen Staatspräsidenten Guðni Th. Jóhannesson unterstützt wird, hat einen ziemlich ernsten Hintergrund. Denn Island hat die zweithöchste Sterberate durch die Nervenkrankheit weltweit. Ziel der Kampagne ist es, mehr Aufmerksamkeit und nicht zuletzt Spenden zu generieren. Dazu wird die Kampagne jetzt weiter ausgerollt: Das fängt an mit nationalen TV-Auftritten und zieht sich durch bis zur Microsite mit emotionalen Homestorys, in denen Patienten porträtiert werden und ihre Geschichten mit dem Rest der Welt teilen. Die Spendengelder fließen in ein Betreuungs-Zentrum für Parkinson Patienten in Island.

Beim Verband Parkinsonsamtökin freut man sich über die Unterstützung durch die Fußball-Prominenz. Dem Nationalteam gelte "ein besonderer Dank, da es "seine weltweite Popularität einsetzt, um diese gute Sache exklusiv zu unterstützen", sagt Erna Guðmundsdóttir vom isländischen Parkinson-Verband. Solidarisch zeigten sich auch Rabbicorn Films, die Postproduktion NHB, das Musik-Team von Mona Davis Beats und das Programmierer-Duo Dittmans, die allesamt die von GREYsports entwickelte Kampagne unterstützen. Auch das isländische Fernsehen, der Trikotsponsor Errea und der Mobilfunkanbieter Vodafone, der die Spendenhotline für das Projekt kostenlos zur Verfügung stellt, unterstüzen das Projekt. mas
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